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DAX: Trump in Peking, Feiertagshandel im Grünen

Der deutsche Leitindex zeigt sich trotz Ölpreisbelastung stabil. Trumps China-Besuch nährt Hoffnungen auf Fortschritte im Handelskonflikt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leichte Gewinne zum Handelsstart
  • Trump-Besuch in China beflügelt
  • Ölpreis über 106 Dollar belastet
  • Feiertagshandel mit geringem Volumen

Der deutsche Leitindex startet an Christi Himmelfahrt mit leichten Gewinnen in den Handel. Rund 24.366 Punkte zum Auftakt — die psychologisch wichtige 24.000er-Marke, die am Dienstag kurzzeitig unterschritten wurde, hält damit fest.

Hoffnungsträger Peking

Im Mittelpunkt steht Trumps Staatsbesuch in China. Beide Seiten gaben sich demonstrativ versöhnlich: Xi Jinping betonte, die gemeinsamen Interessen der beiden Supermächte überwögen die Differenzen — Trump lobte seinen Gastgeber nach militärischen Ehren ausdrücklich. Anleger sehen darin ein positives Signal, sowohl für den Handelskonflikt als auch für eine mögliche chinesische Vermittlerrolle im festgefahrenen US-Iran-Krieg.

Doch Xi mahnte auch: Eine schlechte Handhabung der Taiwan-Frage könne zu ernsthaften Spannungen führen. Wo hohe Erwartungen vorherrschen, ist das Enttäuschungspotenzial entsprechend groß — ein Portfoliomanager warnte am Morgen explizit davor.

Ölpreis und Inflationsdruck als Bremsklotz

Brent-Rohöl hält sich über 106 Dollar je Barrel — gestützt durch die faktisch geschlossene Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Für den europäischen Aktienmarkt ist das eine strukturelle Belastung: Der Kontinent leidet stärker unter den anziehenden Rohstoffpreisen als die USA, die hohe Eigenproduktion als Puffer nutzen können.

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Negativ aufgenommene US-Inflationsdaten hatten am Mittwoch bereits die Kauflaune gebremst. Der DAX schloss dennoch 0,76 Prozent fester bei 24.136,81 Punkten — getragen von starken Quartalsergebnissen bei Merck, Allianz und Deutsche Telekom sowie einem bemerkenswerten Kurssprung bei Infineon von über zehn Prozent.

Feiertagsbedingt dünn

Am heutigen Feiertag dürfte das Handelsvolumen spürbar unter dem Normalniveau liegen. Dünn besetzte Märkte verstärken erfahrungsgemäß Ausschläge in beide Richtungen. BMW, Deutsche Börse und Heidelberg Materials werden zudem mit Dividendenabschlag gehandelt, was die Kurse optisch etwas drückt.

Vom Allzeithoch bei 25.507,79 Punkten, das der DAX am 13. Januar markiert hatte, trennen den Index noch gut 1.100 Zähler. Die erste wichtige technische Marke liegt näher: Die 100-Tage-Linie bei rund 24.279 Punkten rückt bei weiter positiver Stimmung rasch ins Blickfeld.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.