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Commerzbank Aktie: Mastercard Classic wird ersetzt

Die Commerzbank tauscht Millionen Mastercard Classic gegen Visa-Karten aus. Die strategische Partnerschaft mit Visa aus 2025 wird nun umgesetzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mastercard Classic wird eingestellt
  • Umstellung auf Visa Classic läuft
  • Premium-Konto als Mastercard-Alternative
  • Aktie nähert sich Rekordhoch

Die Commerzbank verschickt Post an Millionen Privatkunden. Es geht nicht um die Übernahmeschlacht mit UniCredit, sondern um die Kreditkarte im Portemonnaie. Wer eine Mastercard Classic besitzt, soll auf Visa umsteigen.

Millionen Kunden erhalten Post

In dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt, kündigt die Bank an: „Wir ändern unser Angebot und stellen künftig Ihre Mastercard Classic ein.“ Für den Wechsel zur Visa Classic braucht die Bank die Zustimmung der Kunden. Reagiert niemand, kann die Karte spätestens zum Ablaufdatum gekündigt werden.

Wer trotzdem an Mastercard festhalten will, hat eine Option. Die Bank bietet einen Wechsel ins Premium-Konto an. Das kostet 12,90 Euro im Monat, deutlich mehr als die 4,90 Euro für das digitale Girokonto.

Die Umstellung läuft stufenweise. Eine Banksprecherin bestätigte dem Handelsblatt, dass das Mastercard-Portfolio schrittweise durch Visa-Karten ersetzt wird. Die betroffenen Kunden erfahren davon in mehreren Tranchen.

Strategische Partnerschaft seit 2025

Der Kartentausch kommt nicht überraschend. Commerzbank und Visa hatten ihre strategische Partnerschaft bereits im Februar 2025 angekündigt. Visa löst Mastercard damit als bevorzugten Kartenanbieter im Privatkundengeschäft ab.

Für die Kunden selbst ändert sich praktisch wenig. Nicht der Kartenanbieter entscheidet über Gebühren, Zusatzleistungen oder Verfügungsrahmen, sondern die Bank selbst. Auch bei der Akzeptanz gibt es kaum Unterschiede: Visa und Mastercard funktionieren beide in über 200 Ländern.

Aktie nahe Rekordhoch

Während sich das Kartengeschäft neu sortiert, läuft die Aktie weiter. Der Titel schloss am Freitag bei 38,67 Euro, ein Plus von 2,41 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro fehlen nur noch 0,46 Prozent.

Der Zwölf-Monats-Blick zeigt ein Kursplus von 33,34 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 5,92 Prozent zu Buche. Auf Monatssicht kletterte der Kurs um 7,06 Prozent. Der Titel notiert damit 4,84 Prozent über der 50-Tage-Linie und 12,40 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.

Der RSI liegt bei 61,7. Das signalisiert: Die Aktie gilt charttechnisch nicht als überkauft. Nach oben bleibt also rechnerisch noch Spielraum. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt 22,81 Prozent.

Operatives Geschäft läuft weiter

Der Kartentausch zeigt: Die Commerzbank treibt ihr Tagesgeschäft trotz der laufenden Übernahmeauseinandersetzung mit UniCredit weiter voran. Kunden, die ein entsprechendes Schreiben erhalten, sollten Fristen und mögliche Kontowechsel genau prüfen. Kartennummer, PIN oder bestehende Zahlungsvereinbarungen können sich durch die Umstellung ändern.

Ob der Kartenwechsel die Kundenbindung oder das Provisionsergebnis der Bank spürbar beeinflusst, zeigen erst die kommenden Quartalsberichte.

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Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.