Caterpillar schockt Investoren mit einer drastischen Nachjustierung seiner Zollkosten-Prognose. Der Baumaschinen-Riese muss offenbar deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Wochen erwartet – und das nagt an der Profitabilität. Die Frage ist: Wie stark drücken die Handelskonflikte am Ende wirklich auf die Gewinnmarge?
Überraschende Kostenwarnung
In einer am Donnerstag veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung korrigierte Caterpillar seine Prognose für zollbedingte Zusatzkosten für das Gesamtjahr 2025 deutlich nach oben. Statt der bisher veranschlagten 1,3 bis 1,5 Milliarden Dollar erwartet das Unternehmen nun einen negativen Nettoeffekt von 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar. Als Grund nannte Caterpillar „zusätzliche Klarstellungen und weitere Zölle“, was die dynamische und unsichere Natur der aktuellen Handelsbeziehungen unterstreicht.
Besonders ins Gewicht fällt die Anpassung für das laufende dritte Quartal: Hier werden nun 500 bis 600 Millionen Dollar an Zollkosten erwartet, nachdem man sich Anfang August noch bei 500 Millionen Dollar eingependelt hatte.
Margendruck trotz stabiler Umsatzprognose
Das eigentlich Brisante: Während Caterpillar an seiner Umsatzprognose für 2025 festhält, gerät die operative Marge unter Druck. Das Unternehmen räumte ein, dass die bereinigte operative Gewinnmarge nun voraussichtlich am unteren Ende der bisher kommunizierten Spanne liegen wird. Die Kosten steigen also, ohne dass dies durch höhere Verkäufe oder Preise aufgefangen werden kann.
Diese Entwicklung setzt einen Trend fort. Bereits die Quartalszahlen vom 5. August zeigten, dass die Zollkosten am oberen Ende der damaligen Schätzung lagen – und der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 4,72 Dollar unter den Analystenerwartungen von 4,88 Dollar blieb.
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Nervöse Märkte, wachsende Skepsis
Die Nachricht traf die Anleger eiskalt. Noch in der After-Hours-Sitzung am Donnerstag brach die Aktie um bis zu 3,6 Prozent ein, und auch im Freitagshandel setzte sich der Abwärtstrend fort. Offenbar zweifeln die Märkt zunehmend daran, ob Caterpillar die steigenden Kostenlast ohne Schaden für die Profitabilität absorbieren kann.
Die anhaltende Volatilität in den Handelsbeziehungen stellt multinationale Konzerne mit komplexen Lieferketten wie Caterpillar vor enorme Herausforderungen. Jede neue Ankündigung kann bisherige Kalkulationen über den Haufen werfen und erfordert ein permanentes Nachjustieren der Strategie.
Der nächste Prüfstein steht am 29. Oktober an: Dann werden alle Blicke auf die Quartalszahlen und die Details zur Margenentwicklung gerichtet sein. Bis dahin dürfte die Unsicherheit über die wahren finanziellen Auswirkungen der Handelspolitik weiterhin über der Aktie hängen.
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