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BYD Aktie: 150 Milliarden Renminbi für Expansion

BYD forciert die Übernahme europäischer Fabriken, um Zölle zu umgehen. Der Heimatmarkt bricht ein, während Exporte boomen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verhandlungen über europäische Werke
  • Milliarden-Garantie für globale Expansion
  • Heimatmarkt mit 58 Prozent Einbruch
  • Exporte steigen um 56 Prozent

In China bricht der Absatz ein, im Ausland sucht der Konzern sein Heil. BYD verhandelt aktuell über die Übernahme ungenutzter europäischer Autofabriken. Der Elektroautobauer will sich mit lokaler Produktion gegen drohende Zölle absichern.

Im Visier stehen dabei Anlagen von Stellantis und anderen etablierten Herstellern. Die Strategie ist klar: Wer innerhalb der Europäischen Union produziert, umgeht künftige Importabgaben. Parallel dazu stabilisiert der Konzern seine Lieferketten für den stark wachsenden regionalen Markt.

Milliarden-Garantie für die Expansion

Für diesen globalen Vorstoß rüstet sich das Management finanziell. Auf der Hauptversammlung am 9. Juni in Shenzhen steht ein gewaltiger Garantierahmen zur Abstimmung. Bis zu 150 Milliarden Renminbi sollen als Kreditunterstützung für in- und ausländische Tochtergesellschaften freigegeben werden.

Aktionäre entscheiden an diesem Tag auch über die Gewinnbeteiligung für das abgelaufene Jahr. Die vorgeschlagene Dividende liegt bei 0,358 Renminbi je Anteilsschein.

Export als einziger Wachstumsmotor

Die Dringlichkeit des internationalen Ausbaus zeigt ein Blick auf die jüngsten Absatzzahlen. Auf dem chinesischen Heimatmarkt stürzten die Verkäufe in den ersten beiden Monaten des Jahres um 58 Prozent ab. Der gnadenlose Preiskampf im heimischen Elektrosektor fordert seinen Tribut.

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Währenddessen boomt das Auslandsgeschäft. Im ersten Quartal schossen die Exporte im Jahresvergleich um 56 Prozent in die Höhe. Analysten der Citigroup warnten kürzlich, dass das heimische Autogeschäft im laufenden Quartal an der Profitabilitätsschwelle kratzen könnte. Das Gewinnwachstum hängt damit fast vollständig an den Übersee-Auslieferungen.

An der Börse hinterlässt der Margendruck tiefe Spuren. Die Papiere schlossen am 20. Mai bei 96,45 Hongkong-Dollar. Auf Jahressicht verbucht der Titel damit ein Minus von 32,6 Prozent.

Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, pumpt das Unternehmen weiter Kapital in die Technologie. Der Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Ladenetzen und fortschrittlichen Fahrassistenzsystemen soll die Marktposition absichern, während die Verhandlungen über die europäischen Produktionsstätten in die heiße Phase gehen.

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Diskussion zu BYD

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.