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Broadcom Aktie: KI-Durchbruch beschleunigt

Broadcom übertrifft Erwartungen mit starkem Quartal und prognostiziert KI-Umsätze von über 100 Milliarden Dollar bis 2027, angetrieben durch maßgeschneiderte Chips für Tech-Giganten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Erlöse verdoppelten sich auf 8,4 Milliarden Dollar
  • CEO prognostiziert über 100 Mrd. Dollar KI-Umsatz bis 2027
  • Ausblick für Q2 übertrifft Analystenschätzungen deutlich
  • Neues Aktienrückkaufprogramm und höhere Dividende

Broadcom hat mit seinen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal die Erwartungen gesprengt. Der Halbleiterkonzern meldete Rekorderlöse, getrieben von einer beispiellosen Nachfrage nach KI-Chips – und CEO Hock Tan wagte eine Prognose, die selbst optimistische Analysten überraschte: Über 100 Milliarden Dollar Umsatz allein mit KI-Chips bis 2027.

Rekordquartal dank Custom-Chips

Im ersten Geschäftsquartal erzielte Broadcom einen Umsatz von 19,31 Milliarden Dollar – ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,05 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 2,03 Dollar.

Der eigentliche Treiber war jedoch das KI-Geschäft: Die KI-Erlöse verdoppelten sich nahezu auf 8,4 Milliarden Dollar. Dabei legten die kundenspezifischen ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) um 140 Prozent zu, während das KI-Netzwerkgeschäft um 60 Prozent wuchs. Broadcom profitiert massiv davon, dass Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI zunehmend auf maßgeschneiderte Chips setzen, um ihre KI-Infrastruktur zu skalieren.

100 Milliarden Dollar bis 2027

Die Ansage von CEO Hock Tan sorgte für Aufsehen: „Wir haben eine klare Sichtlinie, um 2027 mit Chips – nur Chips – KI-Umsätze von über 100 Milliarden Dollar zu erreichen.“ Konkret nannte er Beispiele: Google soll 2026 ein Gigawatt an Tensor Processing Units für Anthropic bereitstellen, 2027 über drei Gigawatt. OpenAI werde 2027 über ein Gigawatt seines Custom-Chips der ersten Generation ausrollen.

Auch Metas MTIA-Custom-Beschleuniger sieht Tan als Umsatztreiber – trotz Skepsis einiger Analysten gegenüber Metas Chip-Plänen.

Ausblick übertrifft Erwartungen deutlich

Für das laufende zweite Geschäftsquartal stellt Broadcom Umsätze von rund 22 Milliarden Dollar in Aussicht – das entspricht einem Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt klar über der Konsensschätzung von 20,56 Milliarden Dollar. Allein die KI-Halbleiter sollen 10,7 Milliarden Dollar beisteuern.

Die bereinigte operative Marge soll bei 68 Prozent liegen, höher als die erwarteten 66 Prozent. Broadcom demonstriert damit eindrucksvoll, wie sich Skaleneffekte im KI-Geschäft auszahlen.

Das Unternehmen schüttete im ersten Quartal 10,9 Milliarden Dollar an Aktionäre aus – davon 3,1 Milliarden als Dividende und 7,8 Milliarden durch Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat genehmigte ein neues Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar sowie eine Dividendenerhöhung um 10 Prozent auf 0,65 Dollar je Aktie.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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