Inflationsängste und geopolitische Spannungen im Nahen Osten hinterlassen Bremsspuren am Kryptomarkt. Am Wochenende rutschte Bitcoin zeitweise unter die Marke von 78.000 US-Dollar. Inzwischen hat sich der Kurs wieder leicht auf gut 81.000 US-Dollar erholt. Dennoch notiert die Kryptowährung weiterhin unter ihrer wichtigen 200-Tage-Linie.
Der plötzliche Kursrutsch löste eine Kaskade an den Derivatmärkten aus. Binnen eines Tages wurden Long-Positionen im Wert von über einer halben Milliarde US-Dollar zwangsliquidiert. Auf Bitcoin entfielen dabei fast 190 Millionen US-Dollar.
Zinsangst und Ölpreis-Schock
Auslöser für den Abverkauf ist ein toxischer Makro-Mix. Heißer als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten dämpfen die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Notenbank. Parallel dazu treiben Berichte über eine drohende militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran den Ölpreis nach oben.
Brent-Rohöl kletterte zeitweise auf über 109 US-Dollar je Barrel. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg im Gegenzug auf über 4,5 Prozent. Das entzog risikoreichen Anlagen massiv Kapital und drückte die Marktkapitalisierung von Bitcoin um rund 80 Milliarden US-Dollar.
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Institutionelle Anleger ziehen sich zurück
Auch bei den US-amerikanischen Spot-ETFs dreht die Stimmung. Nach sechs Wochen kontinuierlicher Zuflüsse zogen Investoren in der vergangenen Handelswoche netto eine Milliarde US-Dollar ab. Das markiert den stärksten wöchentlichen Kapitalabfluss seit Januar.
Der Abwärtsdruck erfasste ebenso die Aktien der großen Mining-Unternehmen, die spürbare Kursverluste verbuchten. Einige Akteure sichern offenbar Liquidität. Bitdeer meldete beispielsweise, die gesamte Wochenproduktion sofort veräußert zu haben.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs bewegt sich aktuell knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 82.100 US-Dollar. Fällt Bitcoin erneut zurück, liegt die nächste kritische Unterstützungszone im Bereich um 76.000 US-Dollar.
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