Der KI-Hype zeigt erste Risse – und trifft ausgerechnet einen der größten Profiteure. AMD, der Chip-Konkurrent von Nvidia, gerät trotz Rekordzahlen unter die Räder. Doch steckt hinter dem Kurseinbruch nur eine kurzfristige Marktpanik – oder kündigt sich das Ende der künstlichen Intelligenz-Euphorie an?
Branchenweite Verkaufswelle erwischt AMD
Der Auslöser für den jüngsten Rücksetzer kam von unerwarteter Seite: Konkurrent Marvell Technology dämpfte die Erwartungen an sein KI-Chipgeschäft und löste damit eine Kettenreaktion im gesamten Halbleitersektor aus. Anleger nutzten die Gelegenheit, nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Monate Gewinne mitzunehmen. AMD verlor allein am Freitag über 3,5 Prozent – ein klarer Ausreißer nach einer ansonsten starken Performance seit Jahresbeginn.
Fundamentaldaten sprechen klare Sprache
Was den Kursrutsch besonders paradox macht: AMD liefert eigentlich brillante Zahlen. Im zweiten Quartal 2025 knackte das Unternehmen mit 7,7 Milliarden Dollar einen Umsatzrekord – ein Plus von 32 Prozent im Jahresvergleich. Noch beeindruckender ist die Prognose für das laufende Quartal: Rund 8,7 Milliarden Dollar werden erwartet.
Die Wachstumstreiber sind vielfältig:
* Data Center: 3,2 Milliarden Dollar Umsatz (+14% YoY) durch starke Nachfrage nach EPYC-Servern
* Client-Bereich: Rekordumsatz von 2,5 Milliarden Dollar (+67% YoY) dank neuer Ryzen-Prozessoren
* Gaming: Comeback mit 1,1 Milliarden Dollar (+73% YoY) durch Radeon-GPUs und Semi-Custom-Chips
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KI-Geschäft zwischen Boom und Bremsen
Im lukrativen KI-Sektor sichert sich AMD weiterhin Großaufträge. Oracle will Rechencluster mit über 130.000 AMD-GPUs aufbauen. Doch hier lauern auch die größten Risiken: US-Exportbeschränkungen für China zwangen AMD zu Abschreibungen von 800 Millionen Dollar für bestimmte Data-Center-GPUs. Zwar signalisiert die US-Regierung inzwischen etwas mehr Flexibilität bei Exportlizenzen, aber die Unsicherheit bleibt.
Marktanteile gewinnen – trotz Intel
Während Intel im Desktop-Markt mit 67,8 Prozent noch die Mehrheit hält, konnte AMD seinen Anteil auf Rekordniveau von 32,2 Prozent ausbauen. Die Kombination aus starken PC-Prozessoren und leistungsfähigen Grafikkarten macht den Konzern zum ernsthaften Herausforderer in multiplem Wachstumsmärkten.
Die aktuelle Volatilität zeigt: Selbst bei exzellenten Fundamentaldaten bleibt der KI-Sektor anfällig für Stimmungswechsel. Die Frage ist, ob AMD seinen Höhenflug fortsetzen kann – oder ob die Ära der ungebremsten KI-Euphorie langsam zu Ende geht.
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