Bank of America hat AMD am Mittwoch einen kräftigen Schub gegeben. Analyst Vivek Arya bestätigte seine Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 450 auf 500 Dollar an — die Aktie schloss daraufhin 8,1 Prozent höher bei 447,58 Dollar. Auf Eurobasis notiert der Titel aktuell bei rund 383 Euro und hat sich seit Jahresbeginn glatt verdoppelt.
Server-Markt wächst schneller als erwartet
Aryas Kursziel basiert auf einem 42-fachen Multiplikator des für 2027 erwarteten Non-GAAP-Gewinns je Aktie. Der eigentliche Treiber dahinter ist jedoch ein deutlich größerer Markt als bislang angenommen.
AMD-Management signalisierte zuletzt, dass sogenannte Agentische KI — also Modelle, die eigenständig komplexe Aufgaben ausführen — die Nachfrage nach Server-CPUs massiv beschleunigt. Das Unternehmen erwartet nun ein jährliches Marktwachstum von mehr als 35 Prozent, mit einem adressierbaren Marktvolumen von über 120 Milliarden Dollar bis 2030. Noch beim Analysten-Tag im November 2025 hatte AMD diesen Markt auf 60 Milliarden Dollar taxiert — die Schätzung hat sich also in wenigen Monaten verdoppelt.
Parallel dazu gewinnt AMD Marktanteile. Im ersten Quartal 2026 kontrollierte das Unternehmen laut Mercury Research 33,2 Prozent des Server-CPU-Markts — fünf Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.
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Helios-Plattform und 2-Nanometer-Chips als nächste Stufe
Operativ arbeitet AMD an der nächsten Hardware-Generation. Die 6th-Gen-EPYC-Prozessoren der „Venice“-Reihe werden im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt und sollen die Grundlage für die Helios-Rack-Plattform bilden. Dieses integrierte System kombiniert Instinct-MI450X-GPUs mit Venice-CPUs und wird gemeinsam mit den ODM-Partnern Wiwynn und Inventec entwickelt.
Multi-Gigawatt-Deployments bei Hyperscalern sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Das dürfte spannend werden — denn genau in diesem Zeitfenster findet im Juli auch das „Advancing AI 2026″-Event statt, von dem Analysten weitere Partnerschaftsankündigungen und Marktanteilssignale erwarten.
Der RSI liegt aktuell bei knapp 31 — technisch gesehen im überverkauften Bereich, obwohl die Aktie auf Jahressicht fast 290 Prozent zugelegt hat. Das Kursziel von 500 Dollar impliziert gegenüber dem aktuellen Niveau noch rund 30 Prozent Aufwärtspotenzial.
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