Die Aktien des chinesischen Telekomausrüsters ZTE zeigten sich zuletzt erstaunlich robust, obwohl die EU-Regulierung zunehmend zum Risikofaktor wird. Die Europäische Union plant verbindliche Maßnahmen zum Ausstieg aus „hochriskantem“ Equipment in kritischen Netzen – ein klarer Schlag gegen chinesische Anbieter. Trotzdem legten die Hongkonger H-Aktien am Dienstag fast 3,9% zu. Wie passt das zusammen?
Die neue regulatorische Realität
Die EU-Kommission hat einen entscheidenden Schritt angekündigt: Sie will verbindlich vorschreiben, dass Ausrüstung von identifizierten „hochriskanten“ Drittlandsanbietern aus kritischer Infrastruktur entfernt wird. Ein freiwilliger Leitfaden wird damit zur Pflicht. Obwohl im Gesetzesentwurf kein Land namentlich genannt wird, zielen die Maßnahmen eindeutig auf China und damit auf ZTE und den Rivalen Huawei ab. Die Umsetzungsfrist beträgt drei Jahre.
China reagierte prompt und verurteilte die Pläne als „nackten Protektionismus“. Für ZTE, für das Europa historisch ein bedeutender Markt war, könnte ein weitreichender Austausch bestehender Infrastruktur drohen. Diese Entwicklung folgt dem langjährigen Kurs der USA, die bereits 2022 neue Telekomausrüstung von Huawei und ZTE verboten haben.
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Produktneuheiten versus politische Risiken
Parallel zum regulatorischen Gegenwind treibt ZTE sein Produktgeschäft voran. Die Submarke Nubia brachte am 20. Januar das Gaming-Smartphone RedMagic 11 Air auf den Markt und kündigte für den 26. Januar das Flaggschiff Redmagic 11 Pro für Pakistan an. Zudem startete heute das Budget-Modell V80 Max auf den Philippinen. Diese Aktivitäten zeigen das fortgesetzte Engagement im wettbewerbsintensiven Consumer-Bereich.
Die jüngsten Kursgewinne der Aktie scheinen weniger eine Reaktion auf die EU-Nachrichten zu sein, sondern vielmehr vom breiten Aufschwung in Technologie-Sektoren wie Chips und Künstlicher Intelligenz getragen worden zu sein. Die langfristigen Auswirkungen einer möglichen Verdrängung aus dem europäischen Kernmarkt für Telekomausrüstung bleiben jedoch eine erhebliche Belastungsperspektive.
Ausblick auf die Jahreszahlen
Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger sind die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025, die am 7. März 2026 erwartet werden. Analysten halten derzeit eine konsensuale „Kaufen“-Einstufung für die Hongkonger H-Aktie mit einem durchschnittlichen Kursziel von 35,71 Hongkong-Dollar. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 21% zum letzten Kurs von 29,40 Hongkong-Dollar. Die weitere Kursentwicklung wird stark von der konkreten Ausgestaltung der europäischen Cybersecurity-Politik abhängen.
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