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Symbolbild, KI-generiert

Zoom Aktie: Strategische Offensive

Zoom transformiert sich von einer Videokonferenzlösung zu einer umfassenden KI-Kollaborationsplattform. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursgewinn auf die Marktoffensive im Bereich Contact Center.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategischer Wandel zur KI-gestützten Plattform
  • Aktienkurs steigt um über sieben Prozent
  • Neue Offensive im Contact-Center-Markt
  • KI-Funktionen sollen künftig Umsatz generieren

Zoom wandelt sich radikal. Der einstige Spezialist für Videokonferenzen baut sein Geschäft zu einer KI-gestützten Kollaborationsplattform um. Mit dem neuen „Zoom Workplace“ greift das Unternehmen direkt in den Markt für Contact Center (CCaaS) ein. Anleger reagieren positiv: Die Aktie legt heute um 7,25 Prozent auf 74,45 Euro zu.

Bündelung statt Spezialisierung

Unternehmen wollen ihre Software-Pakete zunehmend reduzieren. Zoom reagiert auf diesen Trend und bündelt Kommunikation, Mitarbeiterbindung und Produktivitäts-Tools unter einem Dach. Das Ziel ist klar: Die Abwanderungsrate senken und zum zentralen Knotenpunkt im Büroalltag werden.

Mehr als 200.000 Unternehmenskunden nutzen Zoom bereits. Nun versucht der Konzern, diesen Kunden zusätzliche Module zu verkaufen. Indes begünstigt das Marktumfeld Anbieter, die sowohl interne Zusammenarbeit als auch externe Kundenerlebnisse aus einer Hand anbieten. Mit dem aktuellen Kursplus nähert sich das Papier wieder dem 52-Wochen-Hoch von 80,55 Euro an.

KI als Ertragsquelle

Im Frühjahr integrierte Zoom sogenannte „Agentic AI“-Funktionen. Diese Werkzeuge automatisieren komplexe Arbeitsabläufe und erledigen Aufgaben eigenständig. Damit will sich Zoom von Schwergewichten wie Microsoft und Cisco abheben. Der Markt für Cloud-basierte Contact Center wächst jährlich zweistellig. Zoom nutzt seine bestehende Video-Infrastruktur, um hier Marktanteile zu gewinnen.

Die Bewertung hängt mittelfristig davon ab, ob KI-Funktionen direktes Geld einbringen. Bisher fungiert der „AI Companion“ oft als kostenlose Beigabe. Neue ergebnisbasierte Preismodelle für virtuelle Agenten könnten jedoch die Margen verbessern. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden für messbare Ergebnisse der KI-Tools rückt nun in den Mittelpunkt.

Im Mai 2026 folgen die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Im Fokus steht dann das Wachstum der jährlich wiederkehrenden Umsätze im Segment Customer Experience. Parallel dazu liefert die Stabilität der Kündigungsraten bei Online-Kunden einen wichtigen Hinweis auf die langfristige Kundenbindung. Diese Kennzahlen bestimmen die Bewertung des neuen Geschäftsmodells.

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