Zoetis durchlebt einen turbulenten Mai. Die Aktie des Tiergesundheitsspezialisten notiert aktuell bei 69,18 Euro und liegt damit 54 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat das Papier über 35 Prozent verloren. Nach einer enttäuschenden Quartalsbilanz spalten sich die institutionellen Anleger – und zusätzlich droht juristischer Ärger.
Massive Umschichtungen im Lager der Großinvestoren
Clearstead Advisors hat seine Beteiligung drastisch reduziert. Das Institut verkaufte 75.491 Aktien und senkte den Anteil um fast 77 Prozent. Übrig bleibt ein Paket im Wert von rund 2,87 Millionen Dollar.
Ganz anders Jefferies Financial Group. Der Finanzkonzern stockte seinen Anteil um 376 Prozent auf. Ein klares Signal: Einige Großinvestoren nutzen die Kursverluste als Einstiegsgelegenheit.
Pomerantz leitet Untersuchung ein
Parallel dazu untersucht die Anwaltskanzlei Pomerantz LLP seit dem 26. Mai, ob Zoetis oder seine Führungskräfte Anleger getäuscht haben. Auslöser ist der 21,5-prozentige Kurssturz nach der Q1-Zahlenvorlage. Damals hatte das Management eingeräumt, dass das Umfeld schwieriger sei als erwartet – insbesondere wegen höherer Preissensibilität von Tierbesitzern und rückläufigen Tierarztbesuchen.
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Die Zahlen zum ersten Quartal
Im ersten Quartal setzte Zoetis 2,26 Milliarden Dollar um – 50 Millionen weniger als von Analysten erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar, die Markterwartung war 1,61 Dollar.
Besonders das US-Geschäft mit Haustieren bereitet Sorgen. Die Erlöse in diesem Segment fielen um elf Prozent. Der Vorstand senkte daraufhin die Jahresprognose: Statt 9,83 bis 10,03 Milliarden Dollar Umsatz rechnet das Management nun mit 9,68 bis 9,96 Milliarden Dollar. Auch die Gewinnerwartung wurde auf 6,85 bis 7,00 Dollar je Aktie nach unten korrigiert.
Dividende bleibt stabil
Trotz der Unsicherheit hält Zoetis an der Dividendenpolitik fest. Der Vorstand erklärte eine Quartalsdividende von 0,53 Dollar je Aktie, zahlbar im September. In den kommenden Tagen stehen zudem Investorenkonferenzen an, auf denen das Management die schwache Nachfrage erklären und die Integration einer kürzlich akquirierten Genomik-Sparte skizzieren will.
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