Die Bewertung der YUM! Brands-Aktie durch die Wall Street zeigt ein gespaltenes Bild. Während die Investmentbank Gordon Haskett das Rating auf „Buy“ verbesserte, zog Oppenheimer seine Empfehlung zurück. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob der starke Kurslauf des vergangenen Jahres das Wachstum bereits eingepreist hat.
Gordon Haskett begründet das Upgrade mit einer günstigeren Einstiegschance bei aktuellen Kursen, behält aber sein Kursziel von 176 US-Dollar bei. Dies deutet darauf hin, dass die Bewertung auf einem attraktiveren Preisniveau basiert, nicht auf einer höheren fundamentalen Bewertungsobergrenze. Das Ziel liegt etwa 14% über dem aktuellen Kurs von rund 154,30 US-Dollar und ist damit eines der optimistischsten an der Wall Street, wo der Median bei 164 Dollar liegt.
Gespaltene Stimmung an der Wall Street
Die Meinungen der Analysten gehen auseinander. Barclays bekräftigte erst kürzlich sein „Overweight“-Rating und erhöhte das Kursziel von 175 auf 179 Dollar. Oppenheimer hingegen stufte von „Outperform“ auf „Perform“ herab, da der Titel nach der starken Performance in 2025 aus Sicht der Analysten fair bewertet sei. Dieser Widerstreit zeigt ein Umfeld, in dem technischer Momentum auf fundamentale Bewertungsbedenken trifft.
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Strategische Ungewissheit durch Pizza Hut-Review
Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist die strategische Überprüfung der Pizza-Hut-Sparte. Der seit November 2025 laufende Prozess, der von Goldman Sachs und Barclays begleitet wird, soll klären, ob eine Abspaltung des Brands größeren Aktionärswert freisetzen könnte. Diese Ungewissheit ist ein Grund dafür, warum nur etwa 41% der Analysten eine Kaufempfehlung aussprechen.
Stifel etwa bekräftigte am 9. Dezember ein „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 160 Dollar und verwies auf den noch fehlenden Klärungsbedarf beim Verkaufsprozess. Die nächsten wichtigen Hinweise werden mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen für Q4 2025 am 5. Februar 2026 erwartet.
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