Auf dem XRP-Ledger brummt das Geschäft. Trotzdem stürzt der Kurs der Kryptowährung massiv ab. Ein marktweiter Ausverkauf reißt derzeit fast alle großen Altcoins mit in die Tiefe. Die psychologisch wichtige Marke von einem US-Dollar wackelt gewaltig.
Milliarden-Welle an Liquidationen
Der aktuelle Preisverfall hat wenig mit XRP selbst zu tun. Vielmehr zwingt ein massiver Schuldenabbau im Kryptomarkt viele Händler zum Verkauf. Allein in den vergangenen Tagen lösten Börsen Krypto-Positionen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar zwangsweise auf.
Das reißt den XRP-Kurs auf aktuell 1,03 US-Dollar nach unten. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf fast 45 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 1,53 US-Dollar wächst stetig.
Auslöser der Panik ist die Schwäche von Bitcoin. Die Leitwährung rutschte am Dienstag auf ein Jahrestief von rund 59.000 US-Dollar ab. Das drückt die Stimmung extrem. Der „Crypto Fear & Greed Index“ fiel zuletzt auf einen Wert von 12. Das signalisiert extreme Angst im Markt.
Netzwerk wächst gegen den Trend
Die Fundamentaldaten zeichnen ein völlig anderes Bild. Das XRP-Netzwerk verarbeitete Mitte Juni täglich über 750.000 Transaktionen. Darunter befanden sich fast 430.000 erfolgreiche Zahlungen.
Auch das erste Quartal verlief operativ stark. Das Volumen tokenisierter Vermögenswerte auf dem Ledger explodierte um 124 Prozent auf 2,25 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu verzeichnete Ripples eigener Stablecoin RLUSD ein massives Wachstum.
Kein Wunder. Anleger ignorieren diese operativen Fortschritte derzeit komplett. Sie reagieren ausschließlich auf Liquidität und die allgemeine Marktpositionierung.
Fokus auf der Ein-Dollar-Marke
Der Markt blickt nun gebannt auf die Unterstützung bei einem US-Dollar. Ein nachhaltiger Fall unter diese psychologische Grenze dürfte weitere Stopp-Loss-Orders auslösen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit 30,5 bereits nahe dem überverkauften Bereich.
Hält die Unterstützung, bietet sich Raum für eine Stabilisierung. Fällt die Marke, droht ein direkter Test der Tiefststände aus dem Vorjahr. Die nächsten Handelstage hängen dabei vollständig von der weiteren Entwicklung bei Bitcoin ab.
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