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XRP: Stablecoin-Coup ohne Kursreaktion

Ripple tritt dem Open-USD-Konsortium bei, doch der XRP-Kurs reagiert nicht. Analysten sehen Kurspotenzial erst mit Gesetzesänderungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ripple wird Partner bei Open USD
  • XRP-Kurs bleibt unter Druck
  • Standard Chartered senkt Kursziel
  • ETF-Zuflüsse zeigen Interesse

Ripple ist einem der größten Stablecoin-Bündnisse der Geschichte beigetreten. Der XRP-Kurs hat davon bislang nichts mitbekommen. Diese Diskrepanz zwischen Unternehmenserfolg und Token-Bewertung beschäftigt Anleger schon seit Monaten.

Open USD: Schwergewichte an Bord, XRP bleibt außen vor

Das neue Stablecoin-Projekt Open USD wird von mehr als 140 Unternehmen getragen, darunter Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock, Google, Coinbase, Shopify und Solana. Ripple steigt als Integrationspartner ein und positioniert den XRP Ledger als eine der technischen Schienen für den Coin. Anders als bei klassischen Stablecoins fließt die Rendite aus den Reserven an die Partnerunternehmen zurück statt beim Emittenten zu verbleiben — ein direkter Angriff auf das Geschäftsmodell von Tether und Circle.

Die Marktreaktion fiel eindeutig aus, allerdings nicht zugunsten von XRP. Circle verlor am Tag der Ankündigung rund 17 Prozent seines Aktienwerts. Für den XRP-Token selbst bleibt der Nutzen unklar, solange die Gebühren auf dem Ledger minimal sind und das Konsortium noch nicht operativ arbeitet.

Kurs pendelt zwischen Support und Widerstand

XRP notiert bei 1,10 Dollar und damit rund 70 Prozent unter seinem Vorjahreshoch von 3,65 Dollar. Der Support liegt bei 1,00 Dollar, der Widerstand zwischen 1,18 und 1,20 Dollar. Standard Chartered hat sein Kursziel für 2026 deutlich von 8 auf 2,80 Dollar gesenkt, das langfristige Ziel für 2030 bei 28 Dollar aber unangetastet gelassen.

Auf der ETF-Seite zeigt sich zumindest strukturelles Interesse: Sieben US-Spot-XRP-ETFs verwalten zusammen etwa eine Milliarde Dollar, bei kumulativen Zuflüssen von 1,47 Milliarden Dollar seit Auflage.

Der CLARITY Act wartet weiterhin auf seine Abstimmung im Senat. Der Weg von 1,10 Dollar zurück in Richtung der von Standard Chartered genannten 2,80 Dollar hängt damit an zwei Faktoren: dem Gesetzgebungsprozess in Washington und einer breiteren Erholung am Kryptomarkt. Ohne beides bleibt der Open-USD-Beitritt für Ripple als Unternehmen ein Erfolg — für den Token allein reicht das offenbar nicht.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.