XRP balanciert seit Tagen knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 2 Dollar. Während die Kryptowährung oberflächlich betrachtet seitwärts läuft, brodelt es unter der Oberfläche: Institutionelle Investoren kaufen massiv über ETFs zu, gleichzeitig schießt das Risiko durch extrem gehebelte Spekulationen in die Höhe. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern in welche Richtung sich die Spannung entlädt.
Technische Lage: Kampf um den Boden
XRP handelt aktuell bei rund 2,08 Dollar und bewegt sich damit in einer engen Spanne zwischen 2,00 und 2,08 Dollar. Die kritische Unterstützungszone liegt bei 2,00 bis 2,02 Dollar – ein Bereich, der bisher standhält. Sollte diese Marke jedoch fallen, droht ein Rutsch in Richtung 1,80 Dollar, wo die Liquidität deutlich dünner wird.
Nach oben hin blockiert zunächst der 50-Tage-Durchschnitt bei 2,07 Dollar den Weg. Darüber wird es bei 2,21 Dollar (100-Tage-Linie) und vor allem bei 2,31 Dollar ernst – dem Ausbruchsniveau, das XRP zurückerobern müsste, um die Bären zu vertreiben. Seit dem Hoch über 2,50 Dollar hat die Kryptowährung in den letzten drei Monaten rund 18 Prozent abgegeben.
Derivatives-Markt: Gefährlich hohe Hebel
Das auffälligste Signal kommt aus dem Terminmarkt: Das Open Interest bei XRP-Futures ist auf über 4 Milliarden Dollar angeschwollen. Gleichzeitig ist das Spot-Handelsvolumen um fast 30 Prozent eingebrochen. Diese Kombination zeigt, dass der Markt derzeit stark von gehebelten Wetten dominiert wird statt von echtem Kaufinteresse.
Marktbeobachter warnen: Solche Konstellationen erhöhen die Gefahr von Liquidationskaskaden erheblich. Ein schneller Preisausschlag könnte eine Kettenreaktion auslösen, bei der massenweise gehebelte Positionen zwangsweise geschlossen werden. Besonders pikant: Ein Großinvestor eröffnete kürzlich eine Long-Position im Wert von 30 Millionen Dollar – ein Zeichen für die aggressive Positionierung einzelner Akteure.
Institutionelle bleiben dabei
Trotz der schleppenden Kursentwicklung zeigen sich institutionelle Anleger unbeeindruckt. In XRP-ETFs sind mittlerweile 803,78 Millionen XRP gebunden. Die kumulierten Nettozuflüsse haben seit dem Start der Fonds Ende 2025 die Marke von 1,5 Milliarden Dollar überschritten.
Besonders bemerkenswert: Nach einer kurzen Verschnaufpause hat sich das Tempo der Zuflüsse zuletzt wieder beschleunigt. In der vergangenen Woche flossen 55,71 Millionen Dollar in die ETFs – deutlich mehr als die 38,07 Millionen Dollar der Vorwoche. Die großen Anbieter wie Canary (375 Millionen Dollar Nettovermögen), Bitwise, Grayscale und Franklin Templeton bauen ihre Positionen kontinuierlich aus.
Ausblick: Ruhe vor dem Sturm
Mit über 4 Milliarden Dollar an offenen Terminkontrakten und gleichzeitig robusten institutionellen Zuflüssen steht XRP an einem Scheideweg. Die technische Ausgangslage ist klar definiert: Unterhalb von 2,00 Dollar wird es unangenehm, oberhalb von 2,31 Dollar könnte eine Trendwende eingeleitet werden.
Geoffrey Kendrick von Standard Chartered sieht langfristig Potenzial bis 12,50 Dollar bis 2028, getrieben durch die Reifung des ETF-Markts und die Nutzung im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Kurzfristig bleibt jedoch Vorsicht geboten: Die hohe Hebelwirkung im Markt macht heftige Ausschläge wahrscheinlich.
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