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XRP: NYSE Arca nennt XRP als Commodity-Kandidat

Trotz deutlicher Kursverluste verzeichnen XRP-ETFs Rekordzuflüsse und das Ledger wächst stark.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • NYSE Arca reicht SEC-Antrag ein
  • Kbank und Ripple kooperieren
  • Tokenisierte Staatsanleihen stark gewachsen
  • XRP-ETFs mit Rekordvermögen

Während XRP bei rund 1,40 Dollar handelt und seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, häufen sich die positiven Nachrichten im Hintergrund. Regulatorische Fortschritte, eine wachsende institutionelle Nachfrage und internationale Partnerschaften zeichnen ein Bild, das zum aktuellen Kursniveau kaum passt.

NYSE Arca und der regulatorische Rahmen

Die NYSE Arca hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Regeländerungsantrag eingereicht. Darin nennt die Börse XRP explizit als Asset, das die Kriterien für rohstoffbasierte Trust-Anteile erfüllen könnte. Der Vorschlag sieht vor, dass ein solcher Trust mindestens 85 Prozent seines Nettovermögens in qualifizierende Assets halten muss.

Wichtig: Die Einreichung klassifiziert XRP nicht als Rohstoff nach US-Bundesrecht. Sie listet XRP lediglich als zulässiges Asset im Rahmen eines geplanten Regelwerks.

Parallel dazu schreitet die Debatte um den CLARITY Act im US-Senat voran. Senatorin Cynthia Lummis kündigte an, dass das Gesetz im Mai zur Ausschussberatung kommt. Es soll klar abgrenzen, welche digitalen Assets als Rohstoffe und welche als Wertpapiere gelten. Senator Thom Tillis bremst jedoch — er fordert mehr Zeit für die Prüfung von Stablecoin-Regeln und Ethikvorschriften.

Kooperationen und On-Chain-Wachstum

Südkoreas erste reine Internetbank Kbank hat am 27. April eine strategische Partnerschaft mit Ripple bekanntgegeben. Ziel ist es, blockchain-basierte Auslandsüberweisungen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Thailand zu testen. Zunächst laufen die Transaktionen stablecoin-basiert über Ripples Palisade-Wallet. Eine spätere Integration von XRP über den On-Demand-Liquidity-Dienst bleibt möglich.

Das XRP Ledger zeigt indes deutliches Wachstum. Tokenisierte US-Staatsanleihen auf dem Ledger haben sich innerhalb eines Jahres von rund 50 Millionen auf über 418 Millionen Dollar verachtfacht. Das tägliche Transaktionsvolumen liegt bei fast 3 Millionen — vor einem Jahr waren es etwa 1 Million.

Institutionelles Interesse trotz Kursschwäche

Der Kurs hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 39 Prozent verloren. Das 52-Wochen-Hoch von 3,56 Dollar liegt weit zurück. Trotzdem verzeichneten XRP-ETFs im April ihren bislang stärksten Monat: Das verwaltete Vermögen überstieg 1,5 Milliarden Dollar, wöchentliche Zuflüsse lagen bei rund 25 Millionen Dollar.

Das Bild ist also gespalten. Institutionelle Investoren bauen Positionen auf, während der Kurs nahe dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,39 Dollar verharrt und die Marke von 1,40 Dollar nun eher als Widerstand denn als Unterstützung gilt.

Einen weiteren Termin im Blick behalten: Die Konferenz „XRP Las Vegas 2026″ findet am 30. April und 1. Mai statt. Ripple hat die Veranstaltung mit einer Marketingkampagne auf dem Las Vegas Strip vorbereitet — ob das dem Kurs neue Impulse gibt, zeigt sich in den nächsten Tagen.

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Diskussion zu XRP

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.