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XRP: Mastercard integriert RLUSD

Ripple-Integration bei Mastercard kann XRP-Kurs nicht stützen. Marktweite Korrektur und Geopolitik drücken den Token auf 1,17 US-Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mastercard integriert Ripple-Stablecoin RLUSD
  • XRP fällt auf 1,14 US-Dollar
  • Marktweite Korrektur durch geopolitische Spannungen
  • Netzwerkaktivität auf XRP Ledger wächst stark

XRP steht an einem entscheidenden Punkt. Mastercard integriert den Ripple-Stablecoin RLUSD in sein globales Settlement-Netzwerk – eine starke institutionelle Brücke für den XRP Ledger. Und dennoch fällt der Token-Preis auf ein Vier-Monats-Tief. Die Märkte sind angespannt.

Mastercard setzt auf RLUSD

Mastercard rollt ein 24/7 On-Chain-Settlement-System aus. Es unterstützt sechs regulierte Stablecoins auf acht Blockchains. Neben USDC und PYUSD kommt auch RLUSD zum Einsatz – für die Abwicklung von Kartenzahlungen in Echtzeit. Der XRP Ledger ist explizit als unterstütztes Netzwerk gelistet.

Erste Partner sind Finanzinstitute wie die Cross River Bank, Lead Bank und Nuvei in den USA und Lateinamerika. Jack McDonald, Senior Vice President bei Ripple, spricht von einem Meilenstein für die Blockchain-Zahlungsinfrastruktur.

Parallel dazu kursieren Berichte über ein geplantes Stablecoin-Konsortium. Mastercard, Visa und Stripe sollen beteiligt sein. Ziel ist die Optimierung der Liquiditätssteuerung durch standardisierte On-Chain-Prozesse.

Absturz im breiten Markteinbruch

Trotz der positiven Nachrichten verliert XRP massiv an Wert. Der Token fiel auf 1,14 US-Dollar – den niedrigsten Stand seit vier Monaten. Aktuell notiert er bei rund 1,17 US-Dollar, nachdem die wichtige Unterstützung bei 1,25 US-Dollar durchbrochen wurde.

Auslöser ist eine marktweite Korrektur. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, konkret Berichte über Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait, lösten eine Risk-Off-Stimmung aus. Bitcoin fiel unter 63.000 US-Dollar. Innerhalb eines Tages wurden XRP-Positionen im Wert von über 25 Millionen US-Dollar liquidiert – 96 Prozent davon Long-Positionen.

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Die Technik zeigt ein bärisches Bild. Der RSI liegt bei 23,6 – klar überverkauft. Der Kurs notiert unter dem 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitt. Analysten sehen die Marke von 1,14 US-Dollar als kritisch. Fällt sie, drohen Rücksetzer bis 1,10 US-Dollar.

Auch bei den ETFs kühlt die Stimmung ab. Am 3. Juni verzeichneten XRP-ETFs Nettoabflüsse von 5,34 Millionen US-Dollar. Der Bitwise XRP ETF verlor rund 4,06 Millionen, das Grayscale-Produkt etwa 700.000 US-Dollar.

Ein Lichtblick: Netzwerkaktivität boomt

Das Orderbuch auf Coinbase zeigt ein anderes Bild. Dort überwiegen Kaufaufträge die Verkaufsaufträge im Verhältnis 7:1. Marktbeobachter sehen darin eine mögliche institutionelle Akkumulation durch automatisierte Limit-Orders.

Abseits der Preisvolatilität wächst das Netzwerk massiv. Die täglichen Transaktionen auf dem XRP Ledger stiegen von rund einer Million Mitte 2025 auf fast drei Millionen. Das Volumen tokenisierter Vermögenswerte erreichte 3,68 Milliarden US-Dollar – ein Plus von über 340 Prozent seit Januar 2026. Besonders aktiv sind Plattformen wie Justoken (Energie-Assets) und Ondo Finance (tokenisierte Staatsanleihen).

Die fundamentale Entwicklung spricht für XRP. Die Preiskorrektur ist breit marktbedingt. Ob die Unterstützung bei 1,14 US-Dollar hält, dürfte sich in den nächsten Tagen entscheiden.

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