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XRP: Luxemburg-Lizenz öffnet 30 europäische Märkte

Ripple erhält Krypto-Lizenz in Luxemburg und baut Zahlungsnetzwerk aus, während der XRP-Kurs auf ein Jahrestief fällt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorläufige Krypto-Lizenz in Luxemburg
  • Ausbau des Zahlungsnetzwerks mit Caleb & Brown
  • RLUSD-Stablecoin in Japan gestartet
  • XRP-Kurs fällt auf neues Jahrestief

Starke Lizenzen in Europa, schwache Kurse an der Börse. Bei Ripple klaffen operative Realität und Marktstimmung weit auseinander. Während das Krypto-Unternehmen wichtige regulatorische Hürden nimmt, stürzt der XRP-Kurs ab. Kontrastprogramm pur.

Europa als neuer Anker

Am 23. Juni 2026 sicherte sich Ripple eine vorläufige Krypto-Lizenz in Luxemburg. Zusammen mit der bestehenden E-Geld-Erlaubnis öffnet das die Türen zu 30 europäischen Märkten. Das Timing ist entscheidend.

Am 1. Juli endet die Übergangsfrist der europäischen MiCA-Verordnung. Bisher haben nur rund sechs Prozent der alten Anbieter den neuen Status erreicht. Ripple positioniert sich strategisch und will Marktanteile von unregulierten Plattformen übernehmen.

Netzwerk wächst weltweit

Parallel dazu baut Ripple sein Zahlungsnetzwerk aus. Der Broker Caleb & Brown verwaltet über zwei Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen nutzt nun Ripple Payments für schnellere Dollar-Auszahlungen. XRP dient dabei als Brückenwährung.

In Japan startete am 24. Juni der hauseigene Stablecoin RLUSD. Die lokale Finanzaufsicht gab grünes Licht für das Projekt mit der SBI Group. Die Marktkapitalisierung des Coins stieg rasant auf knapp 1,6 Milliarden US-Dollar. Diese Aktivität auf dem XRP-Ledger stärkt indirekt auch das Ökosystem der Kryptowährung.

Kursschwäche trotz ETF-Zuflüssen

An der Börse verpuffen diese Erfolge. Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,04 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verlor der Coin rund 44 Prozent seines Wertes.

Erst am Freitag markierte der Preis ein neues 52-Wochen-Tief. Institutionelle Investoren kaufen indes weiter zu. Die im vergangenen Jahr gestarteten Spot-ETFs verwalten mittlerweile rund 719 Millionen XRP-Token.

Ein Hauptgrund für die Schwäche liegt in den USA. Die Wahrscheinlichkeit für den CLARITY Act sank im Senat von 74 auf 48 Prozent. Das belastet die Stimmung erheblich. Der im Vorjahr beigelegte Rechtsstreit mit der SEC rückt damit in den Hintergrund. Fällt die politische Unterstützung in Washington weiter, droht XRP ein Test der psychologisch wichtigen Unterstützung bei einem US-Dollar.

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