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Symbolbild, KI-generiert

XRP: Governance-Abstimmung läuft!

Validatoren stimmen über Protokolländerungen ab, die native Kredite ermöglichen sollen. Parallel steigt die institutionelle Nachfrage, während der Kurs auf Wochensicht zulegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abstimmung über zwei zentrale Protokolländerungen
  • Einführung von On-Chain-Krediten ohne Überbesicherung
  • Starke institutionelle Zuflüsse in XRP-ETFs
  • Integration von Datenschutz-Technologie angekündigt

Das XRP Ledger steht vor seiner bislang weitreichendsten technischen Weiterentwicklung. Seit dem 17. April stimmen Netzwerk-Validatoren über zwei Protokolländerungen ab, die das Ledger grundlegend in Richtung DeFi verschieben würden.

Kredite ohne Überbesicherung

Im Kern geht es um die Amendments XLS-65 und XLS-66. XLS-66 würde erstmals native On-Chain-Kredite mit fester Laufzeit ermöglichen — ohne die übliche Überbesicherung, die DeFi-Protokolle heute standardmäßig verlangen. Stattdessen setzt das Design auf außerbörsliches Underwriting und Bonitätsprüfung.

XLS-65 schafft dafür die Grundlage. Das Amendment definiert sogenannte Single Asset Vaults, die Liquidität mehrerer Einleger bündeln und als Kapitalquelle für die Kreditvergabe dienen. Das Ziel ist klar: institutionelle Teilnehmer ansprechen, die kapitaleffiziente Kreditmärkte suchen.

Datenschutz und Wallet-Integration

Parallel dazu hat das XRP Ledger am 15. April eine native Integration mit dem Zero-Knowledge-Netzwerk Boundless angekündigt. Finanzinstitute können damit Transaktionen verifizieren, ohne sensible Daten wie Transaktionsvolumen oder Gegenpartei-Identitäten offenzulegen. Die ZK-Beweise sollen außerdem robuster gegen Quantencomputer-Angriffe sein als klassische elliptische Kurven-Kryptografie.

Einen Tag später, am 16. April, zog Exodus nach. Der Wallet-Anbieter integriert native XRP-Verwaltungstools und formalisiert die Zusammenarbeit mit Ripple rund um den RLUSD-Stablecoin. XRP gehört laut Exodus zu den aktivsten Assets auf der Plattform gemessen am Swap-Volumen.

Institutionelle Nachfrage zieht an

Die Kursentwicklung spiegelt das gestiegene Interesse wider. XRP notiert aktuell bei rund 1,44 USD — auf Wochensicht ein Plus von gut sieben Prozent. Auf Jahressicht bleibt das Bild allerdings deutlich trüber: Seit Januar hat der Token rund 23 Prozent verloren.

Die institutionelle Seite sendet indes andere Signale. US-amerikanische Spot-XRP-ETFs verzeichneten am 15. April Nettozuflüsse von 17,11 Millionen USD — der höchste Tageswert seit Februar. Die kumulierten Zuflüsse dieser Produkte übersteigen mittlerweile 1,25 Milliarden USD. On-Chain-Daten zeigen zudem, dass die Zahl der Wallets mit 1.000 bis 100.000 XRP auf ein Rekordhoch von 1,1 Millionen Adressen gestiegen ist.

Ob die Abstimmung über XLS-65 und XLS-66 erfolgreich abgeschlossen wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Ein positives Votum würde das XRP Ledger strukturell neu positionieren — als Infrastruktur für institutionelle Kreditvergabe, nicht nur als Zahlungsnetzwerk.

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