Ripple-Chef Brad Garlinghouse greift JPMorgan-Boss Jamie Dimon öffentlich an. XRP steckt währenddessen tief im Minus — und baut gleichzeitig an seiner Zukunft.
Garlinghouse vs. Dimon: Kampf ums Zahlungsgeschäft
Am 12. Juni trat Garlinghouse bei Fox Business auf und warf Dimon vor, den Digital Asset Market Clarity Act (H.R. 3633) absichtlich falsch darzustellen. Der Vorwurf: JPMorgan wolle sein Zahlungsgeschäft schützen, das rund 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz und über 5 Milliarden Dollar Gewinn abwirft.
Der CLARITY Act soll die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC für digitale Assets klar regeln. Für XRP wäre das relevant: Das Gesetz könnte dem Token den Status einer „digitalen Ware“ verleihen und damit den jahrelangen regulatorischen Druck beenden. Das Weiße Haus peilt eine Verabschiedung bis zum 4. Juli an. Prognosemärkte sehen die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung noch in diesem Jahr bei 47 bis 59 Prozent.
Ein Detail im Gesetz birgt allerdings ein Problem für Ripple selbst. Der Entwurf verbietet es, mehr als 20 Prozent des Gesamtangebots eines Tokens zu kontrollieren. Ripples eigene XRP-Bestände inklusive Escrow-Reserven überschreiten diese Schwelle derzeit deutlich. Bei Inkrafttreten hätte das Unternehmen zwölf Monate Zeit, seine Bestände zu reduzieren.
Peso-Stablecoin und KI-Zahlungen
Abseits des Regulierungsstreits expandiert das XRP Ledger. Ripple und die mexikanische Kryptobörse Bitso kündigten eine erweiterte Partnerschaft an: Bitsos Peso-gestützter Stablecoin MXNB soll auf dem XRPL integriert werden. Das Ziel ist eine schnellere Abwicklung im US-Mexiko-Zahlungskorridor, ergänzend zu Ripples eigenem Dollar-Stablecoin RLUSD.
Am 10. Juni startete Ripple außerdem das XRPL AI Starter Kit. Das Toolkit ermöglicht autonomen KI-Agenten, Zahlungen in XRP und RLUSD über das x402-Protokoll abzuwickeln — etwa für API-Zugriffe oder Cloud-Ressourcen. Mastercard ist als Startpartner für „Agent Pay for Machines“ dabei. Transaktionen sollen in drei bis fünf Sekunden abgewickelt werden.
Kurs unter Druck, Institutionen kaufen
XRP notiert aktuell bei rund 1,14 Dollar — knapp 40 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 3,65 Dollar. Der RSI liegt bei 35,8 und signalisiert damit eine überverkaufte Lage.
Institutionelle Investoren zeigen sich davon wenig beeindruckt. US-Spot-ETFs auf XRP verzeichneten am 12. Juni Nettozuflüsse von rund 2 Millionen Dollar. Die kumulierten Zuflüsse in diese Produkte summieren sich auf 1,436 Milliarden Dollar. Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichneten im gleichen Zeitraum Abflüsse — XRP erhält also selektive Zuwendung, während der breitere Markt schwächelt.
Ob der CLARITY Act tatsächlich bis zum 4. Juli verabschiedet wird, entscheidet maßgeblich darüber, wie Ripple seine Escrow-Frage lösen muss — und welchen regulatorischen Rahmen XRP künftig hat.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 14. Juni liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
