Die Zahlen, die Ripple derzeit liefert, sind beeindruckend: Deutsche Bank, Aviva Investors und Société Générale haben sich im Februar allein innerhalb weniger Wochen für die Plattform entschieden. Der Kurs reagierte an jedem dieser Ankündigungstage dennoch mit Verlusten. Geopolitik schlägt Fundamentaldaten – zumindest vorerst.
Warum der Iran-Konflikt den Ton angibt
Seit Ende Februar dominiert ein Faktor das XRP-Geschehen: der bewaffnete Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer durch Friedenssignale Anfang März erteilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi dem Verhandlungsangebot aus Washington eine klare Absage. Auch Sicherheitschef Ali Larijani bekräftigte auf X, dass der Iran nicht mit den USA verhandeln werde.
Der Ölpreis kletterte in diesem Umfeld auf über 100 US-Dollar je Barrel – eine Schwelle, die historisch zuverlässig Risk-off-Positionierungen auslöst. Spekulative Anlagen wie Kryptowährungen geraten in solchen Phasen regelmäßig unter Verkaufsdruck. XRP ist davon nicht ausgenommen.
Institutionelle Rückzüge und ein stiller Meilenstein
Die Stimmung institutioneller Anleger spiegelt sich in den ETF-Daten wider. Am 6. März verzeichneten XRP-ETFs Abflüsse von 16,62 Millionen US-Dollar – der höchste Tageswert in diesem Monat. Für die Woche bis zum 7. März summierten sich die Abflüsse auf 30 Millionen US-Dollar. Seit Auflegung der entsprechenden Produkte bleiben die kumulierten Nettozuflüsse mit 1,24 Milliarden US-Dollar jedoch deutlich positiv.
Abseits der Kursbewegung vollzog sich unterdessen eine strukturell bedeutsame Entwicklung: Ripple Prime – ehemals Hidden Road, von Ripple im April 2025 für 1,25 Milliarden US-Dollar übernommen – wurde offiziell in das NSCC-Verzeichnis des Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) aufgenommen. Seit dem 2. März kann Ripple Prime institutionelle Post-Trade-Volumina direkt über den XRP Ledger abwickeln. Vor der Übernahme hatte Hidden Road jährlich drei Billionen US-Dollar für mehr als 300 institutionelle Kunden abgewickelt. Die Integration verknüpft nun traditionelle US-Finanzinfrastruktur mit Blockchain-Settlement.
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Regulierung und On-Chain-Signale
Im US-Kongress hängt der sogenannte Clarity Act weiterhin in der Luft. Das Gesetz, das Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC für digitale Assets klären würde, passierte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. Im Senat blockiert ein Streit über Stablecoin-Zinsregeln die weitere Gesetzgebung. Ripple-CEO Brad Garlinghouse beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung bis Ende April auf 80 Prozent.
On-Chain-Daten zeigen ein zweigeteiltes Bild: Gut 472 Millionen XRP flossen in der vergangenen Woche an Börsen – ein Indiz für potenziellen Verkaufsdruck. Gleichzeitig erhöhten größere Wallets ihren Bestand seit dem 5. März um rund 140 Millionen XRP auf nunmehr 11,01 Milliarden XRP, was bei aktuellen Kursen einem Gegenwert von rund 200 Millionen US-Dollar entspricht.
Solange der Iran-Konflikt ungelöst bleibt, dürfte XRP in der Spanne zwischen 1,30 und 1,50 US-Dollar verharren – genau dort, wo der Kurs seit dem Abflauen der Friedenshoffnungen notiert. Erst wenn der geopolitische Druck nachlässt, dürften Faktoren wie die weitere RLUSD-Expansion oder mögliche neue ETF-Zulassungen wieder stärker ins Gewicht fallen.
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