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XRP: Etliche Hürden!

Trotz der Beendigung des SEC-Verfahrens, einer EU-Lizenz und neuer Netzwerkfunktionen verliert XRP im breiten Kryptomarktabschwung massiv an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rechtsstreit mit US-Börsenaufsicht SEC endgültig beigelegt
  • Vollständige EMI-Lizenz für EU-Geschäfte erhalten
  • Neue Permissioned Domains auf dem XRP Ledger aktiviert
  • Kurs unterliegt massivem Verkaufsdruck im Marktumfeld

Die monatelange Rallye ist vorbei. XRP stürzt ab – und das trotz regulatorischer Fortschritte und technischer Meilensteine. Während Ripple seine institutionelle Infrastruktur ausbaut und wichtige Lizenzen sichert, bricht der Kurs unter massivem Verkaufsdruck ein. Was ist passiert?

SEC-Verfahren endgültig beendet

Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Ripple Labs und der US-Börsenaufsicht SEC fand im August 2025 sein Ende. Beide Parteien einigten sich darauf, ihre Berufungen zurückzuziehen. Damit bleibt das Urteil von Richterin Analisa Torres aus dem Jahr 2023 bestehen: XRP-Verkäufe an öffentlichen Börsen gelten nicht als Wertpapier-Transaktionen, direkte Verkäufe an institutionelle Investoren hingegen schon. Ripple zahlte eine Strafe von 125 Millionen Dollar.

Stuart Alderoty, Ripples Chefjurist, bestätigte auf X, dass die Rücknahmen der Berufungen „das Ende“ des Falls markieren. Diese rechtliche Klarheit ebnete den Weg für mögliche XRP-ETF-Produkte. Mehrere Firmen wie Grayscale, WisdomTree und Bitwise haben bereits Anträge eingereicht.

Vollständige EU-Lizenz erhalten

Am 2. Februar 2026 gab Ripple bekannt, die vollständige Genehmigung für eine EMI-Lizenz (Electronic Money Institution) in Luxemburg erhalten zu haben. Die Zulassung durch die Finanzaufsicht CSSF verschafft Ripple „Passporting“-Rechte in allen 27 EU-Mitgliedstaaten.

Cassie Craddock, Ripples Geschäftsführerin für Großbritannien und Europa, erklärte, die Autorisierung stärke die Fähigkeit des Unternehmens, konforme Blockchain-Infrastruktur in der EU auszubauen. Ripple verfügt damit über mehr als 75 Lizenzen weltweit.

Permissioned Domains auf dem XRPL aktiviert

Das XRP Ledger aktivierte am 4. Februar 2026 die Funktion „Permissioned Domains“, nachdem mehr als 91 Prozent der Validatoren das XLS-80-Amendment unterstützt hatten. Dieses Infrastruktur-Upgrade ermöglicht zugangsbeschränkte Bereiche auf dem öffentlichen XRPL, in denen regulierte Institutionen innerhalb konformer Zonen agieren können.

Ripple und XRPL-Entwickler arbeiten an weiteren institutionellen DeFi-Bausteinen. Geplant sind:

  • XLS-65/66 Kreditprotokoll für gepoolte und besicherte Kredite
  • Datenschutzfreundliche vertrauliche Transfers für Multi-Purpose-Token (Q1 2026)
  • EVM-Sidechain, verbunden über das Axelar-Netzwerk

Ripple Prime erweitert institutionellen Zugang

Am 4. Februar 2026 gab Ripple bekannt, dass Ripple Prime – die institutionelle Prime-Brokerage-Plattform – nun Hyperliquid unterstützt, eine führende dezentrale Derivate-Plattform. Mike Higgins, CEO von Ripple Prime International, erklärte auf X, diese Integration ermögliche Institutionen den Zugang zu On-Chain-Derivate-Liquidität und Cross-Margin-Handel mit allen von der Plattform unterstützten Anlageklassen.

XRP Community Day angekündigt

Ripple plant für den 11. und 12. Februar 2026 den XRP Community Day mit drei Live-X-Spaces-Sessions für die Regionen EMEA, Amerika und APAC. David Schwartz, ehemaliger CTO von Ripple und Mitschöpfer des XRP Ledgers, wird Fragen der Community beantworten und seine Perspektive zur Entwicklung von XRP-Anwendungsfällen teilen.

Kursverfall im Marktabschwung

Trotz der positiven Entwicklungen auf regulatorischer und technischer Ebene steht XRP massiv unter Druck. Der Kryptowährungsmarkt verzeichnete Liquidationen von über 2,5 Milliarden Dollar, XRP gehörte zu den am stärksten betroffenen Assets mit zweistelligen Verlusten.

Die Diskrepanz zwischen fundamentalen Fortschritten und Kursentwicklung zeigt: Regulatorische Klarheit allein reicht im aktuellen Marktumfeld nicht aus. Der XRP Community Day könnte neue Impulse liefern – wenn das Marktsentiment bis dahin nicht weiter kippt.

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