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XRP: ETFs sammeln 1,57 Milliarden Dollar

US-Spot-XRP-ETFs verzeichnen 1,57 Mrd. Dollar Nettozuflüsse seit Start. Ripple expandiert in Südkorea, während Wale 380 Mio. Token akkumulieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF-Zuflüsse erreichen 1,57 Milliarden Dollar
  • Bitwise-ETF bricht Rekord mit 125 Mio. Dollar
  • Ripple kooperiert mit Jeonbuk Bank in Seoul
  • Wale akkumulieren 380 Millionen XRP-Token

Die sieben US-amerikanischen Spot-XRP-ETFs haben seit ihrem Start kumulierte Nettozuflüsse von 1,57 Milliarden Dollar eingesammelt, Stand 24. August. Allein im August kamen 56,86 Millionen Dollar hinzu – mehr als doppelt so viel wie im Juli mit 27,29 Millionen Dollar.

Der Zufluss-Trend markiert eine deutliche Erholung, nachdem die wöchentlichen Nettozuflüsse in der Woche zum 8. August um 93 Prozent auf nur noch 1,01 Millionen Dollar eingebrochen waren.

Besonders auffällig entwickelte sich der ETF von Bitwise: Am 20. August verzeichnete das Produkt ein Tagesvolumen von 125 Millionen Dollar und übertraf damit seinen bisherigen Rekord um 42 Prozent. Bis zum 24. August kletterte das kumulierte Dreitagesvolumen auf mehr als 200 Millionen Dollar. Die Dynamik zeigt, dass institutionelles Kapital nach der schwachen ersten Augusthälfte wieder verstärkt in die Produkte fließt.

Ripple treibt Zahlungsverkehr in Asien voran

Parallel zur ETF-Nachfrage baut Ripple sein Geschäft im Zahlungsverkehr aus. Am 18. August unterzeichnete das Unternehmen eine Vereinbarung mit der Jeonbuk Bank in Seoul zur Einführung von Ripple Payments – der erste regionale Ripple-Payments-Kunde in Südkorea. Ob XRP dabei als Abwicklungswährung dient, ließen beide Seiten offen. Für Ripple ist die Kooperation dennoch ein weiterer Baustein in der Expansion des Zahlungsverkehrsgeschäfts in Asien.

Auf der Blockchain-Ebene meldete das Netzwerk zudem technischen Fortschritt: Mit der Version xrpld 3.3.0 wurden am 12. August fünf institutionelle Erweiterungen ausgeliefert – ein Signal für langfristige Adoption, wenngleich ohne unmittelbaren Effekt auf die Kursbildung.

Wale kaufen zu, Regulierung bremst

Auf der Nachfrageseite zeigen On-Chain-Daten, dass Wallets mit Beständen zwischen einer und zehn Millionen XRP innerhalb einer Woche rund 380 Millionen Token akkumuliert haben. Die Ansammlung fiel zeitlich mit dem Auftritt von Ripple-CEO Brad Garlinghouse beim Wyoming Blockchain Symposium am 18. August zusammen.

Gleichzeitig bewegte Ripple selbst am 13. August 50 Millionen XRP im Wert von rund 50,5 Millionen Dollar auf eine unbekannte Wallet, wovon eine Million Token später bei Binance auftauchten – ein Vorgang, der in der Community regelmäßig beobachtet, aber nicht zwangsläufig als Verkaufssignal gedeutet wird.

Regulatorisch bleibt die Lage angespannt: Die Abstimmung über den CLARITY Act wurde auf September verschoben, nachdem der Kurs seit der Verschiebung vor rund zwei Wochen bereits um 33,4 Prozent zugelegt hatte. Die US-Börsenaufsicht SEC strich zudem ihr für den 14. August angesetztes offenes Meeting, wodurch ein weiterer kurzfristiger Politik-Termin entfiel.

Kurs bleibt volatil

Aktuell notiert XRP bei 1,37 Dollar, nachdem das Papier heute um 7,4 Prozent nachgegeben hat. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Plus von 37 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass die ETF-Zuflüsse und die Wal-Akkumulation kurzfristig stärker wirken als die regulatorische Unsicherheit. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 74 Prozent unterstreicht, wie schwankungsanfällig die jüngste Rally bleibt.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Institutionelles Kapital über ETFs und Ripples Geschäftsausbau sprechen für strukturelles Interesse, während der Tagesrücksetzer zeigt, dass kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit möglich sind. Die im September anstehende CLARITY-Act-Abstimmung dürfte der nächste Prüfstein für die weitere Entwicklung sein.

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Diskussion zu XRP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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