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XRP: CSSF erteilt CASP-Lizenz in Luxemburg

Trotz deutlicher Kursverluste treibt XRP die Integration eines Leihprotokolls voran und erhält eine europäische Lizenz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von 45 Prozent seit Jahresbeginn
  • Abstimmung über natives Leihprotokoll läuft
  • Vorläufige CASP-Lizenz in Luxemburg erteilt
  • Wale kaufen über 25 Millionen XRP ab

Der Kurs spricht eine bittere Sprache. Seit Jahresbeginn hat XRP rund 45 Prozent an Wert verloren. Die Kryptowährung notiert mit 1,04 US-Dollar gefährlich nah am Jahrestief. Hinter den Kulissen baut das Netzwerk seine Infrastruktur jedoch massiv aus.

DeFi-Upgrade im Kern

Das XRP-Ledger steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Die Plattform XPMarket stimmte kürzlich für die Integration eines nativen Leihprotokolls. Damit rücken die geplanten Netzwerk-Upgrades einen großen Schritt näher an die Aktivierung.

Bisher befürwortet ein Fünftel der 35 zentralen Validatoren das Projekt. Für eine Umsetzung im Basis-Code braucht es eine Mehrheit von 80 Prozent. Diese 28 Stimmen müssen 14 Tage lang ununterbrochen Bestand haben.

Das Ziel: Krypto-Kredite direkt auf der Blockchain. Nutzer können künftig Werte wie XRP oder Stablecoins in Pools hinterlegen. Dafür erhalten sie feste Zinsen. Externe Smart Contracts sind für diese unbesicherten Kredite nicht mehr nötig. Die Sicherheitsfirma Halborn fand bei einer Code-Prüfung im Vorfeld keine kritischen Schwachstellen.

Grünes Licht in Europa

Parallel dazu treibt Ripple seine Expansion in Europa voran. Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF erteilte dem Unternehmen eine vorläufige Zulassung als Krypto-Dienstleister. Diese sogenannte CASP-Lizenz ist ein entscheidender Baustein für das Krypto-Unternehmen.

Am 1. Juli tritt die neue europäische MiCA-Verordnung in Kraft. Mit der neuen Lizenz kann Ripple seine Dienste künftig im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten. Banken und Unternehmen erhalten so über eine einzige Schnittstelle Zugang zur Zahlungsinfrastruktur.

Wale kaufen den Dip

Große Investoren nutzen die aktuelle Kursschwäche offenbar gezielt aus. Die Zahl der Wal-Adressen mit mindestens 10.000 XRP erreichte einen Rekordwert von über 332.000. Allein in den vergangenen Tagen zogen Anleger mehr als 25 Millionen Token von den Börsen ab.

Die Folge: Das Angebot verknappt sich. Anleger verschieben ihre Bestände in private Wallets, anstatt sie zu verkaufen. Auch institutionelles Geld fließt weiter. Seit April sammelten XRP-Spot-ETFs rund 243 Millionen US-Dollar ein.

Technisch zeigt sich der Markt stark überverkauft. Der RSI-Indikator liegt aktuell bei tiefen 30,9. Hält die Unterstützung am bisherigen 52-Wochen-Tief von 1,01 US-Dollar, bietet das fundamentale Umfeld Raum für eine Erholung. Die anstehende MiCA-Deadline Anfang Juli liefert dafür den ersten konkreten Impuls.

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Diskussion zu XRP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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