Der US-Senat kehrt am 13. April aus der Osterpause zurück – und mit ihm rückt eine Abstimmung ins Blickfeld, die XRPs weiteres Schicksal maßgeblich beeinflussen könnte. Der Digital Asset Market CLARITY Act ist dabei nicht nur ein weiteres Regulierungsvorhaben. Er entscheidet darüber, ob institutionelles Kapital dauerhaft in XRP fließen kann oder weiterhin an der Seitenlinie verharrt.
Warum das Gesetz mehr zählt als ein Verwaltungsakt
SEC und CFTC haben XRP bereits am 17. März gemeinsam als digitale Ware eingestuft – per Interpretationsmitteilung. Das Problem: Eine solche Mitteilung kann eine künftige Regierung per Memo wieder kippen. Banken und große Vermögensverwalter benötigen ein Bundesgesetz als rechtliche Grundlage, bevor sie im großen Maßstab Kapital einsetzen.
Genau das würde der CLARITY Act liefern. Er würde XRPs Klassifizierung als digitale Ware unter CFTC-Jurisdiktion gesetzlich verankern und der SEC die primäre Aufsichtsbefugnis entziehen. Ein Markup im Senatsausschuss ist für die zweite Aprilhälfte geplant.
Das Zeitfenster ist eng. Senator Bernie Moreno hat öffentlich erklärt, dass der Gesetzentwurf vom Kalender gestrichen wird, wenn er nicht bis Mai den vollen Senat erreicht – die Zwischenwahl-Dynamik macht den Rest des Jahres 2026 legislativ unbrauchbar. Im Repräsentantenhaus passierte das Gesetz bereits mit 294 zu 134 Stimmen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat seinen erwarteten Zeitplan inzwischen von Ende April auf Ende Mai verschoben. Prediction-Plattform Polymarket sieht die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung 2026 bei 63 bis 66 Prozent.
Wale kaufen, ETFs verlieren Kapital
Das aktuelle Marktbild zeigt eine auffällige Spaltung. Auf der einen Seite: Die sieben US-Spot-XRP-ETFs, die seit ihrem Start zwischen September und Dezember 2025 insgesamt 1,44 Milliarden Dollar angezogen haben, verzeichneten im März 2026 erstmals Netto-Abflüsse – rund 31 Millionen Dollar flossen ab, das verwaltete Vermögen sank von einem Januar-Höchststand von etwa 1,65 Milliarden auf rund 950 Millionen Dollar.
Auf der anderen Seite akkumulieren große Einzelinvestoren laut CryptoQuant-Daten täglich über 11 Millionen XRP-Token – eine Nachfrage, die dem Kurs half, das wichtige Niveau bei 1,28 Dollar zu halten.
Die On-Chain-Verlustlage ist dabei historisch einzuordnen: Die 365-Tage-MVRV-Ratio ist auf -41 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit dem FTX-Zusammenbruch im November 2022. Nur noch 43,4 Prozent des umlaufenden Angebots befinden sich laut Glassnode in der Gewinnzone.
Was eine Verabschiedung konkret bedeuten würde
Standard Chartered-Analyst Geoffrey Kendrick beziffert das Potenzial einer Gesetzesverabschiedung auf zusätzliche 4 bis 8 Milliarden Dollar an ETF-Zuflüssen – ausreichend, um den Preis über die Marke von 1,60 Dollar zu treiben. Eine Coinbase-Umfrage unter 351 institutionellen Investoren zeigt, dass 25 Prozent planen, XRP 2026 in ihre Portfolios aufzunehmen, während 65 Prozent regulatorische Klarheit als wichtigstes Hindernis für mehr Krypto-Engagement nennen.
Q1 2026 war XRPs schwächstes Quartal seit acht Jahren – trotz der regulatorischen Einstufung im März. Partnerschaften und Konferenzen haben den Kurs nicht bewegt. Am 16. April hält die SEC zudem ein CLARITY-Act-Roundtable-Gespräch ab, das Hinweise auf die Haltung der Regulatoren vor dem Handeln des Kongresses liefern könnte. Die nächsten drei Wochen werden zeigen, ob Washington liefert.
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