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Symbolbild, KI-generiert

XRP: 8 Millionen Accounts auf dem Ledger

Trotz SWIFT-Anbindung, Rekord-Nutzerzahl und ETF-Zuflüssen fällt der XRP-Kurs. Analysten sehen die Ursache in der allgemeinen Marktschwäche.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SWIFT-Schnittstelle für Ripple bestätigt
  • XRP Ledger erreicht acht Millionen Accounts
  • Stärkster ETF-Zuflusstag im Juli
  • Kurs fällt trotz positiver Nachrichten

XRP notiert bei 1,09 US-Dollar, während im Hintergrund gleich drei fundamentale Entwicklungen zusammenkommen. Ripple bestätigt eine SWIFT-Anbindung, das Netzwerk knackt eine wichtige Nutzer-Marke, und ETFs verzeichnen den stärksten Zufluss-Tag des Monats. Der Kurs reagiert darauf mit einem Minus.

SWIFT-Anbindung offiziell bestätigt

Ripples offizielle Dokumentation bestätigt jetzt eine SWIFT-Messaging-Schnittstelle. Der Krypto-Analyst SMQKE machte am 16. Juli auf das Detail aufmerksam. Die Ripple-Payments-Software unterstützt demnach ein Modul zur Verbindung mit internen Bankensystemen.

Die Dokumentation zeigt zudem: RippleNet nutzt den Finanznachrichten-Standard ISO 20022. Damit rückt Ripples Zahlungsinfrastruktur näher an die Kommunikationswege heran, über die globale Banken laufen. Analysten werten das als Grundlagenarbeit für institutionelle Anbindung, nicht als unmittelbaren Kurstreiber.

Acht Millionen Accounts auf dem Ledger

Zeitgleich meldet die XRP Ledger Foundation einen Netzwerk-Meilenstein: Das XRP Ledger überschreitet die Schwelle von 8 Millionen aktivierten Accounts. Aktiviert bedeutet: Wallets, die die Reserve-Anforderung des Netzwerks erfüllen und tatsächlich finanziert sind.

Die Foundation bezeichnet das Ledger auf X als Abwicklungsschicht hinter wachsender Aktivität in den Bereichen Tokenisierung, Zahlungsverkehr und KI-Agenten. Für die Fundamentaldaten ist das ein positives Signal. Es zeigt anhaltendes Netzwerkwachstum, unabhängig vom aktuellen Kursverlauf.

ETFs kaufen, der Kurs fällt trotzdem

Die dritte Entwicklung betrifft die institutionelle Seite. Laut SoSoValue-Daten flossen XRP-ETFs am 16. Juli rund 6,78 Millionen US-Dollar netto zu — der größte Tageszufluss im gesamten Juli. Damit steigen die kumulierten Netto-Zuflüsse in XRP-ETF-Produkte auf etwa 1,49 Milliarden US-Dollar.

Zwei Anbieter tragen praktisch den gesamten Zufluss: Der Bitwise XRP ETF zieht rund 4,41 Millionen US-Dollar an, der Franklin XRP ETF etwa 2,38 Millionen US-Dollar. Der Monat verlief davor eher zäh. An sechs Handelstagen passierte gar nichts, an zwei weiteren gab es Abflüsse — 1,86 Millionen US-Dollar am 1. Juli, gefolgt von 7,29 Millionen US-Dollar am 8. Juli.

Der Spot-Kurs bewegt sich trotzdem in die entgegengesetzte Richtung. Auf Wochensicht steht ein Minus von 1,42 Prozent, auf Monatssicht ein Rückgang von 8,23 Prozent. Der Token notiert damit knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1,01 US-Dollar, aber rund 70 Prozent unter dem Hoch vom Juli 2025.

Zwei Signale, eine Richtung fehlt

Die Kluft zwischen institutionellem Kaufinteresse und schwachem Spot-Kurs lässt sich nicht allein mit XRP-spezifischen Faktoren erklären. Analysten, die beide Datenreihen vergleichen, sehen den Rückgang eher im Zusammenhang mit allgemeiner Marktschwäche als mit sinkendem Vertrauen in das Netzwerk selbst.

Die ETF-Nachfrage wirkt dabei stabiler als der Kursverlauf. Zuflüsse an mehreren Tagen deuten auf Akkumulation hin, während die kurzfristige Preisentwicklung schwach bleibt. Der RSI von 45 signalisiert dabei weder Überverkauft- noch Überkauft-Zustand — der Markt sucht schlicht seine Richtung.

Diese Konstellation aus technischen Fortschritten und verhaltenem Kurs prägt XRP bereits einen Großteil des Jahres 2026. SWIFT-Anbindung und die 8-Millionen-Marke liefern langfristige Argumente für institutionelle Adoption. Ob sich das in den kommenden Wochen auch im Kurs niederschlägt, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die allgemeine Marktschwäche im Kryptosektor auflöst.

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