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XRP: 770.000 Transaktionen Mitte Juni

Brad Garlinghouse kritisiert schuldenfinanzierte Bitcoin-Käufe und stellt XRP als nutzenorientierte Alternative dar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Garlinghouse greift Saylors Finanzierungsmodell an
  • XRP-Kurs fällt auf Jahrestief zurück
  • Hohe Transaktionszahlen im XRP-Netzwerk
  • Krypto-Markt spaltet sich in zwei Lager

Ripple-Chef Brad Garlinghouse teilt hart aus. Sein Ziel ist Michael Saylor und dessen schuldenfinanzierte Bitcoin-Strategie. Die Folge: ein tiefer Riss in der Krypto-Welt. Echter Nutzen tritt gegen finanzielle Konstrukte an.

Garlinghouse kritisiert scharf, wie Saylor seine Bitcoin-Käufe finanziert. Das Modell nutzt Vorzugsaktien, um frisches Kapital für weitere Coins einzusammeln. Der Ripple-Chef nennt dieses Vorgehen reine Finanzakrobatik. Diese Strategie schade dem gesamten Kryptomarkt.

Die Kritik trifft einen wunden Punkt. Saylors Vorzugsaktien fielen kürzlich auf ein Rekordtief. Sie notieren rund ein Viertel unter ihrem Zielwert. Parallel dazu rutschte die Stammaktie auf den tiefsten Stand seit Februar 2024. Bitcoin schwächelt derweil und pendelt um die Marke von 59.500 US-Dollar.

Echter Nutzen statt Schulden

XRP selbst steht massiv unter Druck. Der Token notiert bei 1,04 US-Dollar und kratzt am Jahrestief. Seit Jahresbeginn verlor die Kryptowährung rund 44 Prozent an Wert. Für Garlinghouse definiert sich der langfristige Wert eines digitalen Assets jedoch nicht durch den aktuellen Preis. Er sieht den praktischen Nutzen als entscheidend an.

Er positioniert XRP bewusst als Gegenentwurf zum reinen Horten von Coins. Die Daten des XRP-Ledgers stützen diese Argumentation. Mitte Juni verarbeitete das Netzwerk an einem Tag fast 770.000 Transaktionen. Mehr als die Hälfte dieser Aktivitäten waren direkte Zahlungen.

Auch dezentrale Börsen trugen stark zur Auslastung bei. Am Vortag lag die Zahl sogar bei über 900.000 Transaktionen. Das Netzwerk nähert sich damit der Schwelle von einer Million täglicher Überweisungen.

Harter Test für XRP

Der Markt spaltet sich in zwei Lager. Auf der einen Seite steht der schuldenfinanzierte Bitcoin-Kauf. Auf der anderen Seite steht die Wette auf Zahlungsverkehr und Netzwerkaktivität. XRP-Halter erhalten durch diese Debatte einen neuen Bewertungsrahmen für ihren Token.

Die schwache Marktstimmung bleibt eine schwere Hürde. Der Kursverlauf zeigt aktuell kaum Dynamik nach oben. Fällt XRP unter die Unterstützung bei 1,01 US-Dollar, drohen weitere Abverkäufe. Die anhaltend hohe Netzwerkaktivität bietet Anlegern zumindest ein handfestes Fundament abseits der reinen Preisspekulation.

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Diskussion zu XRP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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