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XRP: 3,787 Milliarden Short-Verluste in vier Tagen

XRP verzeichnet dank Ledger-Upgrade und massivem Short-Squeeze ein Wochenplus von 48 Prozent. Institutionelle Features und Asien-Nachfrage beflügeln die Kryptowährung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 48 Prozent in sieben Tagen
  • Ledger-Update mit Confidential MPT und Batch-Funktion
  • Shorts verlieren 3,8 Milliarden Dollar binnen vier Tagen
  • XRP meistgehandeltes Asset an Südkoreas Börse Upbit

XRP kombiniert diese Woche zwei Kräfte, die selten gemeinsam auftreten: ein technisches Upgrade mit echtem institutionellem Nutzen und einen der heftigsten Short-Squeezes des Jahres. Der Kurs kletterte binnen 24 Stunden um 8 Prozent auf 1,48 Dollar. Auf Wochensicht steht ein Plus von 48 Prozent zu Buche.

Neue Ledger-Version bringt Privatsphäre und Bündel-Transaktionen

Das XRP Ledger hat mit Version 3.3.0 ein größeres Update veröffentlicht. Es bündelt fünf neue Funktionen für Datenschutz, Effizienz und institutionelle Nutzung. Im Zentrum steht ein vertraulicher Token-Standard namens Confidential MPT.

Die Funktion nutzt Zero-Knowledge-Beweise. Damit können Nutzer Kontostände und Transferbeträge verbergen. Autorisierte Prüfer wie Auditoren sehen die Details trotzdem – der Rest des öffentlichen Ledgers bleibt außen vor.

Eine zweite Neuerung heißt Batch-Amendment. Entwickler können bis zu acht Operationen bündeln, die nur gemeinsam erfolgreich sind oder gemeinsam scheitern. Das ermöglicht komplexe, vertrauenslose Abläufe wie Delivery-versus-Payment-Abwicklungen. Für Banken und Zahlungsdienstleister sinken damit Kosten und Abwicklungsrisiko.

Analysten werten das Update als klar bullish für XRP. Der Grund: Es adressiert genau jene Hürden, die Institutionen bisher von der Nutzung der Blockchain abgehalten haben. Vor der Veröffentlichung durchlief die Software zwischen Juni und August 2026 ein Sicherheitsaudit, das mehrere Schwachstellen behob.

Leerverkäufer erleiden Milliardenverluste

Parallel zum technischen Fortschritt lief an den Derivatemärkten ein spektakulärer Short-Squeeze. Wer auf fallende Kurse gewettet hatte, zahlte einen hohen Preis: Short-Positionen verloren innerhalb von vier Tagen 3,787 Milliarden Dollar. Long-Positionen kamen im selben Zeitraum auf lediglich 687 Millionen Dollar Verlust.

Den Höhepunkt markierte der 19. August. Innerhalb von vier Stunden wurden ab 20:00 UTC Short-Positionen im Wert von 941 Millionen Dollar zwangsliquidiert – einer der schärfsten Liquidationsschübe, die je gemessen wurden.

Der Blick auf das Kursbild zeigt, wie stark die Bewegung war. XRP notiert derzeit 50 Prozent über seinem Jahrestief von 0,9887 Dollar, das erst vor einer Woche markiert wurde. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 85,4 Punkten – ein Wert, der auf eine stark überkaufte Marktlage hindeutet.

Wallet-Integration und Handelsvolumen in Asien

Der technische Fortschritt trifft auf wachsenden Retail-Zugang. XRP ist jetzt in der Self-Custody-Wallet von BitPay verfügbar. Nutzer in unterstützten Regionen wie den USA können den Token direkt kaufen, verkaufen, tauschen und ausgeben – ohne die Kontrolle über ihre privaten Schlüssel abzugeben.

In Südkorea zeigt sich die Nachfrage besonders deutlich. XRP wurde dort zum meistgehandelten Asset. Das Handelsvolumen auf der Börse Upbit stieg um 273 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar.

Große Wallet-Inhaber positionieren sich offenbar für weiteres Wachstum. Innerhalb von 96 Stunden kauften sogenannte Whales mehr als 300 Millionen XRP.

Einordnung

Frühere XRP-Rallys entstanden meist durch regulatorische Schlagzeilen, etwa Gerichtsurteile oder SEC-Entscheidungen. Diesmal ist der Antrieb ein anderer: ein technisch substanzielles Ledger-Upgrade trifft auf einen Derivatemarkt, der sich stark gegen weitere Kursgewinne positioniert hatte. Die neuen Funktionen für vertrauliche Transaktionen und Batch-Verarbeitung zielen genau auf jene institutionellen Abwicklungsfälle, die Ripple seit Jahren als Kernversprechen von XRP nennt.

Trotz der jüngsten Rally bleibt der Token weit von seinem 52-Wochen-Hoch von 3,18 Dollar entfernt – der Abstand beträgt 54 Prozent. Ob sich die neuen Protokoll-Funktionen in dauerhaft höherem On-Chain-Volumen niederschlagen, dürfte sich in den kommenden Wochen an den Adoptionszahlen der Zahlungs- und Institutionsanwendungen zeigen.

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Diskussion zu XRP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.