Ripple sammelt derzeit Großkunden wie Deutsche Bank, JPMorgan und Mastercard ein. Die Technologie des Unternehmens verbreitet sich rasant im Finanzsektor. Der hauseigene Token XRP profitiert davon nicht. Seit Jahresbeginn verlor die Kryptowährung knapp 26 Prozent an Wert. Aktuell notiert XRP bei 1,39 US-Dollar.
Warum die Nachfrage fehlt
Der Grund für diese Diskrepanz liegt in den Verträgen. Die neuen Partner nutzen den XRP Ledger für die Tokenisierung von Vermögenswerten. Sie zahlen dafür Gebühren im Bruchteil eines Cents. Echte Nachfrage nach dem Token entsteht so kaum. Abrechnungen laufen meist in Fiat-Währungen oder dem Stablecoin RLUSD ab.
Die Folge: Der Kurs prallte in diesem Jahr bereits viermal an der Marke von 1,50 Dollar ab. Ein massiver Angebotsüberhang blockiert den Weg nach oben. Knapp unterhalb dieser Schwelle warten viele Investoren auf ihren Ausstieg. Sie wollen lediglich ihre Verluste ausgleichen. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 1,72 Dollar bleibt deutlich.
Hoffnung auf den CLARITY Act
Ein neues Gesetz könnte den Knoten lösen. Der Bankenausschuss des US-Senats verabschiedete Mitte Mai den sogenannten CLARITY Act. Dieser Entwurf verankert den Status von XRP als Rohstoff im Bundesrecht. Institutionen erhalten damit die rechtliche Absicherung. Sie könnten den Token künftig direkt für Abrechnungen nutzen.
Das politische Momentum lockt bereits frisches Kapital an. Die Zuflüsse in XRP-Spot-ETFs erreichten im Mai einen neuen Höchststand. Laut Daten von SoSoValue flossen an einem einzigen Tag über 18 Millionen Dollar in die Fonds. Das Gesamtvolumen klettert auf 1,37 Milliarden Dollar. XRP belegt damit den dritten Platz hinter Bitcoin und Ethereum.
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Technischer Ausbau geht weiter
Abseits der Preisentwicklung baut Ripple sein Netzwerk massiv aus. Die kommende Version des Ledgers führt native Kreditmärkte ein. Das neue Protokoll ermöglicht Kredite mit fester Laufzeit und automatischer Rückzahlung. Große Investoren positionieren sich bereits. Die Zahl der Wallets mit mehr als 10.000 XRP erreichte kürzlich einen Rekordwert.
Parallel dazu wappnen die Entwickler das System gegen zukünftige Bedrohungen. Ein Vier-Phasen-Plan soll den Ledger bis 2028 resistent gegen Quantencomputer machen. Nutzer können dann gefährdete kryptografische Schlüssel austauschen. Sie müssen dafür weder ihre Konten ändern noch Vermögenswerte verschieben.
Der XRP Ledger etabliert sich zunehmend als Plattform für institutionelle Finanzen. Der Wert der tokenisierten Anlagen im Netzwerk stieg zuletzt auf fast 3,5 Milliarden Dollar. Der entscheidende Impuls für den Token-Preis liegt nun in Washington. Passiert der CLARITY Act den gesamten Senat, haben Banken rechtlich freie Bahn für den direkten XRP-Einsatz.
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