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XRP: 1,44 Milliarden in ETFs trotz 39-Prozent-Minus

Trotz Rekordzuflüssen in XRP-ETFs drücken Großinvestoren den Kurs durch massive Token-Verkäufe auf ein Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sechste Woche mit ETF-Mittelzuflüssen
  • Wale stoßen über 30 Millionen XRP ab
  • Kurs fällt auf 52-Wochen-Tief
  • Netzwerk-Upgrade steigert Transaktionsgeschwindigkeit

Starke Nachfrage der Profis, schwache Kurse auf dem Bildschirm. Bei XRP klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Während institutionelle Gelder in die neuen ETFs fließen, trennen sich Großinvestoren von ihren Beständen. Das drückt den Preis.

Spot-ETFs auf XRP verzeichnen die sechste Woche in Folge Nettomittelzuflüsse. Allein in der zweiten Juniwoche sammelten die Fonds rund 10,7 Millionen US-Dollar an frischem Kapital ein. Die gesamten Zuflüsse seit Auflage summieren sich auf 1,44 Milliarden US-Dollar. Ein starker Kontrast zum Gesamtmarkt. Bitcoin- und Ethereum-ETFs litten zuletzt unter massiven Abflüssen.

Dennoch spiegelt der Kurs diese Euphorie nicht wider. Aktuell notiert der Token bei 1,15 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 39 Prozent. Anfang Juni fiel der Kurs mit 1,05 US-Dollar auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Großinvestoren machen Kasse

Die Schwäche hat einen klaren Grund. Sogenannte Wale werfen ihre Token massiv auf den Markt. Mitte Juni reduzierten diese Großadressen ihre Bestände spürbar und stießen mehr als 30 Millionen XRP ab. Das bremste jeden Erholungsversuch aus.

Technischer Ausbau läuft

Abseits der Kurskapriolen baut das Netzwerk seine Infrastruktur aus. Das frische Update 3.2.0 optimiert den Speicherverbrauch und erhöht die Transaktionsgeschwindigkeit. Entwickler erwarten dadurch eine Entlastung der Server um bis zu 40 Prozent. Parallel dazu ändert das Hauptbuch seinen Namen von „rippled“ zu „xrpld“. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Unabhängigkeit vom Ripple-Konzern.

Auch die Nutzung im Bereich der dezentralen Finanzen wächst. Der Wert der tokenisierten Vermögenswerte auf dem XRP-Ledger kletterte innerhalb eines Jahres von 128 Millionen auf 368 Millionen US-Dollar. Im laufenden Jahr integrierten bereits Schwergewichte wie Aviva Investors, Societe Generale und die Deutsche Bank die Technologie.

Im Herbst bündelt das Ökosystem seine Kräfte. Die Leitkonferenz Ripple Swell 2026 verschmilzt dann mit dem Entwicklergipfel XRPL Apex. Mit über 75 Rednern steht die Tokenisierung von Vermögenswerten im Fokus. Bis dahin bleibt die technische Unterstützung bei 1,00 US-Dollar die wichtigste Marke für den Kurs. Fällt dieser Boden, drohen weitere Abverkäufe durch die Wale.

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