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Symbolbild, KI-generiert

XRP: 1,07 Dollar auf Zweijahrestief

Der XRP-Kurs fällt auf den tiefsten Wert seit zwei Jahren. Trotz ETF-Einführung und Wal-Käufen dominiert der Ausverkauf den Markt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs fällt auf 1,07 US-Dollar
  • Goldman Sachs liquidiert ETF-Position
  • Wale erhöhen Bestand auf 68,5 Prozent
  • CLARITY Act als möglicher Kurstreiber

Der Ausverkauf bei XRP beschleunigt sich. Mit einem Fall auf zeitweise 1,07 US-Dollar hat die Kryptowährung den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Aktuell notiert der Coin bei 1,17 US-Dollar. Die Einführung von Spot-ETFs im vergangenen Jahr konnte diesen Abwärtstrend offensichtlich nicht stoppen.

Historische Tiefstwerte

Die technischen Indikatoren signalisieren extreme Schwäche. Der monatliche Relative-Stärke-Index (RSI) fiel auf einen Rekordwert von rund 41 Punkten. Damit unterbot die Metrik sogar die Crash-Tiefs vom Frühjahr 2020. Auf kurzfristiger Basis zeigt der Indikator eine massiv überverkaufte Lage.

Vom Hoch im vergangenen Sommer ist der Kurs mittlerweile gut 68 Prozent entfernt. Marktbeobachter blicken nun gebannt auf die psychologisch wichtige Unterstützung bei einem US-Dollar. Bricht dieses Level, droht laut Analysten von BeInCrypto ein rascher Rücksetzer in Richtung der 84-Cent-Marke. Im schlimmsten Fall halten Experten sogar eine Korrektur auf 50 Cent für möglich.

Institutionelle Flucht

Im Hintergrund ziehen Großinvestoren massiv Kapital ab. Im Mai liquidierte Goldman Sachs laut Berichten seine XRP-ETF-Position im Wert von fast 154 Millionen US-Dollar. Dieser Trend setzte sich in den ersten Juni-Tagen nahtlos fort.

Die XRP-Fonds von 21Shares und Grayscale verzeichneten zuletzt signifikante Abflüsse. Insgesamt zogen Anleger Anfang Juni täglich Millionenbeträge aus den Anlageprodukten ab. Das institutionelle Interesse kühlt spürbar aus, während der Kurs deutlich unter die wichtigen gleitenden Durchschnitte der vergangenen Monate rutscht.

Wale greifen zu

Im Kontrast zur miesen Stimmung an den Börsen zeigt die Blockchain ein anderes Bild. Große Adressen nutzen die niedrigen Preise offenbar zum Einstieg. Aktuell kontrollieren diese sogenannten Wale rund 68,5 Prozent der gesamten XRP-Versorgung. Das ist die höchste Konzentration seit acht Jahren.

Derweil fließen gewaltige Summen von den Handelsplätzen ab. In der ersten Juni-Woche transferierten Investoren XRP im Wert von 321 Millionen US-Dollar in private Wallets. Allein die südkoreanische Börse Upbit verlor Reserven in Höhe von 135 Millionen US-Dollar. Ein solcher Abzug verknappt das handelbare Angebot.

Regulierung als Katalysator

Abseits der Kurskapriolen treibt Ripple die technische Entwicklung voran. CTO David Schwartz präsentierte kürzlich eine neue Roadmap für die Tokenisierung von realen Vermögenswerten. Parallel startete die CME Group den Handel mit XRP-Futures rund um die Uhr.

Der entscheidende Impuls für den Kurs dürfte jedoch aus Washington kommen. Der US-Senat berät derzeit über den CLARITY Act. Analysten von Galaxy Research sehen eine 75-prozentige Chance, dass die Politik das Gesetz durchwinkt.

Die britische Bank Standard Chartered skizziert für diesen Fall ein massives Aufwärtspotenzial. Bei grünem Licht für die Regulierung halten die Experten mittelfristig Kurse zwischen 2,80 und 8,00 US-Dollar für realistisch. Scheitert das Gesetz, könnte der Coin hingegen bis auf 53 Cent durchgereicht werden.

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