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XPeng Aktie: Robotik-Sparte lockt Milliarden

XPengs Robotik-Sparte erhält 900 Mio. Dollar von Investoren wie Tencent und Alibaba. Die Bewertung steigt auf 6,3 Mrd. Dollar, während das Autogeschäft stagniert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Robotik-Tochter erhält 900 Mio. Dollar
  • Bewertung übersteigt 6,3 Milliarden Dollar
  • Tencent und Alibaba als strategische Investoren
  • Serienproduktion des Roboters IRON ab 2026

Während XPeng am Montag frische Quartalszahlen vorlegte, sorgte eine andere Meldung für mehr Aufsehen: Die Robotik-Tochter des chinesischen Autobauers hat in einer Finanzierungsrunde über 900 Millionen Dollar eingesammelt. Die Bewertung liegt bei mehr als 6,3 Milliarden Dollar — nach eigenen Angaben die größte Einzelrunde privater Finanzierung, die Chinas Branche für verkörperte KI je gesehen hat.

Angeführt wurde die Runde von IDG Capital, mit Beteiligung von Gaorong Ventures. Als strategische Investoren steigen zudem Tencent und Alibaba ein — zwei Namen, die dem Projekt zusätzliches Gewicht verleihen. XPeng behält die Kontrolle über die Robotik-Einheit, die weiterhin in der Konzernbilanz konsolidiert wird.

Humanoide Roboter als zweites Standbein

Im Zentrum steht der humanoide Roboter IRON, der mit 76 Freiheitsgraden im Körper und 21 in jeder Hand ausgestattet ist. Drei Turing-KI-Chips liefern dabei bis zu 2.250 TOPS Rechenleistung — genug, um Aufgaben ohne Fernsteuerung auszuführen. Das frische Kapital soll in die Forschung am Physical-AI-Modell, den Aufbau von Produktionsstätten und die kommerzielle Expansion fließen.

Die Serienproduktion von IRON soll Ende 2026 anlaufen, zunächst für den Einsatz in eigenen Stores und auf dem Firmencampus. Kommerzielle Auslieferungen in China und im Ausland sind für 2027 geplant.

Operatives Geschäft zeigt Erholung

Die Quartalszahlen selbst fielen solide aus. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal auf 19,74 Milliarden Yuan, ein Plus von 51,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Bruttomarge stieg auf 20,7 Prozent, ein Zuwachs von 3,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Bei den Fahrzeugauslieferungen zeigt sich hingegen Stagnation: 103.295 Einheiten im zweiten Quartal bedeuten nur ein minimales Plus gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Fahrzeugmarge blieb mit 12,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal weitgehend stabil. Zum Stichtag 30. Juni 2026 verfügte XPeng über eine Liquiditätsposition von 40,48 Milliarden Yuan.

Die Kapitalspritze für die Robotik-Sparte kommt zu einem Zeitpunkt, in dem das Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen an Fahrt verliert. Für XPeng-Chef He Xiaopeng markiert die Finanzierungsrunde einen Schritt in eine neue Phase der Massenproduktion und kommerziellen Verwertung humanoider Roboter — ob sich dieser zweite Wachstumspfad neben dem Autogeschäft etablieren kann, wird sich an den angekündigten Auslieferungen ab 2027 zeigen.

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Diskussion zu XPeng

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.