XPeng drückt aufs Tempo. Der chinesische Autobauer meldet steigende Auslieferungszahlen für den Juni. Parallel dazu präsentiert das Unternehmen eine neue KI-Architektur. Das Ziel: Die Dominanz im heiß umkämpften Segment für mittelgroße SUVs.
Starker Juni, ehrgeizige Jahresziele
Die Verkaufszahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend. Im Juni lieferte XPeng 40.126 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Plus von knapp 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen wichtigen Beitrag liefert das neue GX-Modell. Hiervon lief am 1. Juli bereits das 10.000ste Exemplar vom Band.
Auf das gesamte Halbjahr geblickt, bleibt allerdings Arbeit. Bisher übergab XPeng gut 165.000 Autos an Kunden. Damit hat der Konzern erst rund 30 Prozent seines Jahresziels erreicht. Dieses liegt bei bis zu 600.000 Fahrzeugen. Ein weiter Weg.
Die neue KI-Generation
Neue Modelle sollen nun für mehr Absatz sorgen. Im Zentrum steht der frisch präsentierte MONA L03. Dieser mittelgroße SUV zielt auf eine jüngere Käuferschicht. Die eigentliche Neuerung steckt jedoch unter der Haube. XPeng integriert seine fortschrittliche VLA 2.0 Architektur.
In der Top-Version erreicht der verbaute Turing-KI-Chip eine Rechenleistung von 1.500 TOPS. Das übertrifft Konkurrenzmodelle der gleichen Klasse um ein Vielfaches. Käufer wählen beim Antrieb zwischen einer reinen Elektrovariante und einem Range-Extender. Letzterer bietet eine kombinierte Reichweite von 1.330 Kilometern. Der Vorverkauf in China startete bei rund 136.000 Renminbi.
Aktie im Erholungsmodus
Am Aktienmarkt hinterlässt die operative Aufholjagd erste Spuren. Das Papier schloss am Mittwoch bei 11,94 Euro. Seit Jahresbeginn steht zwar noch ein sattes Minus von fast 32 Prozent auf der Anzeigetafel. Allerdings hat sich der Kurs vom 52-Wochen-Tief bei 10,18 Euro Ende Juni spürbar gelöst.
Der Juli bringt nun den globalen Verkaufsstart des MONA L03. Zeitgleich bereinigt das Management internationale Vertriebsprobleme. In Australien zahlt XPeng nach der Insolvenz eines lokalen Partners versprochene Rabatte nun direkt an die Kunden aus. Der Erfolg der neuen Modellreihe im Heimatmarkt entscheidet maßgeblich über das zweite Halbjahr.
