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XPeng Aktie: 37.000 Autos im Juni entscheidend

XPeng muss im Juni die Verkaufszahlen massiv steigern, während eine Kapitalerhöhung auf der Hauptversammlung droht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dringend benötigter Verkaufssprung im Juni
  • Hauptversammlung mit Kapitalerhöhungsplänen
  • Bruttomarge über 20 Prozent gestiegen
  • Software- und Robotik-Offensive gestartet

Der chinesische Autobauer XPeng steht vor entscheidenden Wochen. Die Verkaufszahlen müssen im Juni massiv steigen. Parallel dazu plant das Management einen weitreichenden Eingriff in die Aktionärsstruktur. An der Börse wächst die Nervosität spürbar. Die Aktie schloss am Freitag bei 12,48 Euro. Damit notiert das Papier nur denkbar knapp über seinem 52-Wochen-Tief.

Der Druck auf die Verkaufszahlen

Im ersten Quartal 2026 brachen die Auslieferungen um ein Drittel ein. Für das laufende zweite Quartal peilt der Vorstand nun bis zu 106.000 Einheiten an. Diese Vorgabe erfordert eine enorme Aufholjagd. Nach einem soliden Mai muss XPeng im Juni mindestens 37.000 Fahrzeuge übergeben. Nur so erreicht der Konzern das untere Ende seiner eigenen Prognose.

Brisante Abstimmung im Juni

Am 26. Juni blicken Investoren nach Guangzhou. Dort findet die Hauptversammlung statt. Ein Tagesordnungspunkt birgt besondere Sprengkraft. Das Management bittet die Aktionäre um eine weitreichende Ermächtigung. Der Vorstand will künftig bis zu 20 Prozent neue Aktien ausgeben dürfen. Eine solche Kapitalmaßnahme würde die Altaktionäre massiv verwässern. Kein Wunder. Die Skepsis am Markt ist groß. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund 28 Prozent an Wert verloren.

Lichtblicke bei Marge und Software

Operativ gibt es durchaus Fortschritte. Die Bruttomarge kletterte im ersten Quartal über die Marke von 20 Prozent. Dennoch schreibt der Autobauer weiterhin tiefrote Zahlen. Der Nettoverlust belief sich zuletzt auf knapp 1,8 Milliarden Renminbi. Um sich von der harten chinesischen Konkurrenz abzuheben, forciert XPeng seine Software-Entwicklung. Das hauseigene Assistenzsystem VLA2.0 ist mittlerweile in der Massenproduktion angekommen. Ferner plant das Unternehmen den Einsatz humanoider Roboter. Diese sollen ab Anfang 2027 in den Verkaufsräumen stehen.

Das Jahresziel bleibt extrem ambitioniert. XPeng will 2026 bis zu 600.000 Fahrzeuge ausliefern. Bis Ende Mai hat das Unternehmen erst einen Bruchteil davon erreicht. Mehr als 420.000 Autos fehlen noch. Die kommenden Wochen entscheiden über die Glaubwürdigkeit dieser Prognose. Gelingt der Kraftakt im Juni nicht, droht der Aktie ein rascher Fall unter das bisherige Jahrestief.

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Diskussion zu XPeng

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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