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Xoma Aktie: Doppelschlag aus Studienflop und Ermittlungen

Die Biotech-Aktie von Xoma Royalty verliert nach einem gescheiterten Phase-3-Test eines Partners massiv an Wert und sieht sich nun mit einer Untersuchung zu möglichem Wertpapierbetrug konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Partnerstudie verfehlt primäres und sekundäres Ziel
  • Kursverlust von über 22 Prozent nach Bekanntgabe
  • Anwaltskanzlei leitet Betrugsermittlungen ein
  • Analysten stufen Aktie als Strong Sell ein

Die Biotech-Aktie von Xoma Royalty kämpft mit den Folgen eines gescheiterten Phase-3-Studie eines Partners und sieht sich nun mit einer Ermittlung wegen möglichen Wertpapierbetrugs konfrontiert. Diese doppelte Belastung hat den Titel unter erheblichen Druck gesetzt.

Auslöser der aktuellen Lage war die Bekanntgabe vom 11. Dezember 2025. Der Entwicklungspartner Rezolute teilte mit, dass die entscheidende Phase-3-Studie „sunRIZE“ für das Medikament Ersodetug zur Behandlung von angeborenem Hyperinsulinismus (HI) ihr primäres Ziel verfehlt hat. Die Studie konnte keine statistisch signifikante Verringerung der wöchentlichen Hypoglykämie-Ereignisse im Vergleich zur Placebo-Gruppe nachweisen. Auch ein wichtiges sekundäres Studienziel wurde nicht erreicht.

Die Reaktion der Märkte folgte umgehend und deutlich: Die Xoma-Aktie verlor am 19. Dezember 2025 satte 7,82 US-Dollar pro Aktie, was einem Kursrutsch von 22,76 Prozent entsprach. Der Titel schloss bei 25,39 US-Dollar.

Formelle Ermittlungen erhöhen das Risiko

Nun kommt eine neue Belastung hinzu. Die Anwaltskanzlei Pomerantz LLP gab am 22. Januar 2026 bekannt, eine formelle Untersuchung einzuleiten. Sie prüft, ob Xoma Royalty Corporation und seine Führungskräfte sich des Wertpapierbetrugs oder anderer illegaler Handlungen schuldig gemacht haben. Der Fokus liegt dabei vermutlich auf den Verlautbarungen rund um die Studienergebnisse und deren Marktauswirkungen.

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Für Anleger bedeutet dies eine zusätzliche Ebene an Unsicherheit und potenziellen rechtlichen Risiken, die über die ohnehin hohe Volatilität der Biotech-Branche hinausgeht.

Fundamentale Herausforderungen und Markteinschätzungen

Die aktuelle Datenlage zeichnet ein herausforderndes Bild für Xoma:

  • Die implizite Volatilität für Optionen auf die Xoma-Aktie schießt in die Höhe, was auf erwartete starke Kursbewegungen hindeutet.
  • Das Analystenurteil ist äußerst negativ: Xoma Royalty trägt bei Zacks Investment Research aktuell den Rang #5 (Strong Sell).
  • Die Gewinnerwartungen der Analysten für das laufende Quartal wurden in den letzten 60 Tagen massiv nach unten korrigiert – von einem erwarteten Gewinn von 6 Cent pro Aktie auf einen jetzt prognostizierten Verlust von 4 Cent.
  • Zudem gab das Unternehmen am 12. Januar 2026 einen Wechsel im Amt des Chief Financial Officer bekannt.

Die Situation bei Xoma unterstreicht die grundsätzlichen Risiken im Biotech-Sektor. Unternehmen, die ihre Einnahmen stark von Lizenzgebühren für sich in Entwicklung befindliche Medikamente abhängig machen, sind extrem anfällig für Rückschläge in klinischen Studien. Ein gescheiterter Phase-3-Test kann erwartete künftige Einnahmen und den Shareholder Value direkt beeinträchtigen. Die nun hinzugekommene rechtliche Untersuchung könnte diesen Prozess weiter verkomplizieren und Managementressourcen binden. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie das Unternehmen mit dieser doppelten Herausforderung umgeht.

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