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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi: Xuanjie O3 im MIX Fold 5

Xiaomi präsentiert eigenen Chip und KI-Modell, kämpft aber mit Margendruck durch steigende Speicherpreise und schwachem Aktienkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Eigener Chip Xuanjie O3 im MIX Fold 5
  • HyperOS 4.0 für Faltgeräte optimiert
  • Speicherpreise steigen um bis zu 60 Prozent
  • KI-Modell MiMo V2.5 Pro auf Platz eins

Starke Ambitionen, schwacher Kurs: Xiaomi präsentiert sich als Technologiekonzern im Umbau — mit eigenem Chip, eigenem Betriebssystem und eigenen Autos. Währenddessen notiert die Aktie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief bei 3,42 Euro, rund 49 Prozent unter dem Jahreshoch vom vergangenen Sommer.

Der eigene Chip als strategische Weichenstellung

Das kommende Faltsmartphone MIX Fold 5 soll erstmals mit einem hauseigenen Prozessor erscheinen: dem Xuanjie O3. Der Chip basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Fertigungsverfahren und markiert für Xiaomi den bislang weitreichendsten Schritt weg von externen Chiplieferanten. Die MIX-Fold-Serie hat nach einjähriger Pause eine Namensebene übersprungen — vom Vorgänger direkt in die Spitzenklasse.

Begleitet wird das Gerät von einem neuen Betriebssystem, voraussichtlich HyperOS 4.0, das speziell auf Faltgeräte und die Netzwerkfähigkeiten des neuen Chipsatzes ausgelegt sein soll. Analysten werten die vertikale Integration als Versuch, die strukturell dünnen Margen im Hardware-Geschäft durch Eigenentwicklungen langfristig zu verbessern.

Speicherpreise als Gegenwind

Das Timing ist herausfordernd. Für 2026 prognostizieren Marktanalysten Preissteigerungen von 10 bis 20 Prozent für Smartphones und Laptops — getrieben durch massive Engpässe bei Speicherbausteinen. Samsung und SK Hynix haben ihre Preise bereits um bis zu 60 Prozent angehoben, weil Kapazitäten zunehmend für KI-spezifischen High-Bandwidth-Memory reserviert werden.

Das Analysehaus TrendForce erwartet einen DRAM-Preisanstieg von über 50 Prozent. Wettbewerber wie Lenovo haben sich durch frühzeitige Bevorratung abgesichert. Wie stark der Kostendruck Xiaomis Margen im Massenmarkt trifft, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

KI und Automobil als zweite Front

Parallel dazu schreitet die Fahrzeugsparte Xiaomi Auto voran. Ein aktuelles Software-Update senkte den Schwellenwert für die Aktivierung der Fahrassistenzsysteme von 1.000 auf 300 gefahrene Kilometer — ein deutlicher Schritt, der die Technologie für mehr Nutzer früher zugänglich macht. Interne Studien des Unternehmens beziffern die Reduktion der Unfallrate bei aktiver Systemnutzung auf rund 30 Prozent.

Im KI-Bereich positioniert sich Xiaomi mit dem Sprachmodell MiMo V2.5 Pro: Es belegt laut Artificial Analysis Intelligence Index aktuell den ersten Platz unter den Open-Weight-Modellen. Die Veröffentlichung der Modellgewichte als Open-Source-Software steht in den kommenden Tagen bevor.

Der Markt hat diese Entwicklungen bislang wenig honoriert. In der kommenden Handelswoche dürften konkrete Zeitangaben zum Launch des MIX Fold 5 der erste echte Test sein, ob die Eigenentwicklungsstrategie auch die Kursfantasie zurückbringt.

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