Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Realität und Börsenstimmung auseinander. Der Konzern präsentiert auf der Pekinger Automobilmesse sein volles Elektroauto-Portfolio und meldet 60.000 verbindliche Bestellungen für den SU7. Trotzdem notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund ein Viertel ihres Wertes verloren.
Erste CTO-Rolle in der Unternehmensgeschichte
Am 17. April ernannte Xiaomi Hu Zhengnan zum Vizepräsidenten der Gruppe und zum ersten CTO der Automobilsparte — eine Position, die seit Gründung der Einheit 2021 nicht existierte. Hu bringt fast drei Jahrzehnte Branchenerfahrung mit: Er leitete bei Geely die Entwicklung des Boyue-SUV und der SEA-Elektroarchitektur, bevor er als Berater bei Shunwei Capital an frühen SU7-Entwicklungsphasen mitwirkte. Parallel dazu wurde Song Gang, ehemaliger Fabrikdirektor bei Tesla, zum Vizepräsidenten und Stabschef der Automobilsparte berufen.
Die Personalentscheidungen signalisieren, dass Xiaomi die technologische Führungsstruktur der Autoeinheit gezielt professionalisiert — gerade rechtzeitig vor einer kritischen Wachstumsphase.
Lieferrückgang setzt Jahresziel unter Druck
Das erste Quartal 2026 verlief ernüchternd. Xiaomi lieferte rund 79.000 Fahrzeuge aus — ein deutlicher Rückgang gegenüber den mehr als 145.000 Einheiten im Schlussquartal 2025. Für das Gesamtjahr hat sich das Unternehmen 550.000 Auslieferungen vorgenommen. Um dieses Ziel noch zu erreichen, braucht es in den verbleibenden Monaten durchschnittlich mehr als 52.000 Einheiten pro Monat.
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CEO Lei Jun meldete am 23. April immerhin 26.000 bereits ausgelieferte Einheiten des neuen SU7 — ein Zeichen, dass die Nachfrage vorhanden ist. Ob die Produktionskapazitäten mithalten, wird sich zeigen.
Smartphone-Margendruck verschärft die Lage
Neben dem Autogeschäft belastet das Kerngeschäft die Investorenstimmung. Die Preise für mobile Speicherchips stiegen im ersten Quartal um bis zu 90 Prozent — mit spürbaren Folgen für Einstiegsgeräte. Im vierten Quartal 2025 brach der Bruttogewinn im Smartphone-Segment um mehr als 40 Prozent ein, was den Konzerngewinn um über 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr drückte. Xiaomi verfolgt eine Doppelstrategie, um die angestrebte Segmentmarge von 8 Prozent zu verteidigen — konkrete Details dazu bleiben offen.
Der Quartalsbericht am 27. Mai 2026 wird zeigen, wie stark die Chipkosten das operative Ergebnis belastet haben und ob die Gegenmaßnahmen greifen. Bis dahin bleibt der sequenzielle Lieferrückgang der Autoeinheit das zentrale Argument, das Investoren gegen eine Neubewertung der Aktie ins Feld führen.
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