Xiaomi hat am Montag in China sein neues Falt-Smartphone Xiaomi 18 Fold vorgestellt und gleichzeitig weitere Produkte präsentiert, darunter das Xiaomi Pad 9 Pro Max sowie neue Modelle der Elektroauto-Sparte. Der Launch war bereits für den 7. September 2026 angekündigt worden und markiert einen der wichtigsten Produkttermine des Konzerns in diesem Jahr.
Parallel zum Smartphone-Start meldet die Autosparte Xiaomi Auto einen weiteren operativen Erfolg: Im August überschritt der Bereich laut Medienberichten zum fünften Mal in Folge die Marke von 30.000 Auslieferungen, ohne dass Xiaomi eine exakte Zahl nannte.
Die Serie von fünf Monaten in Folge über dieser Schwelle unterstreicht, dass die Fertigungskapazitäten inzwischen stabil genug sind, um die Nachfrage kontinuierlich zu bedienen – ein Punkt, der für Anleger angesichts der ambitionierten Auslieferungsziele des Konzerns von Bedeutung ist.
Speicherchips vom heimischen Zulieferer
Für das faltbare Flaggschiff setzt Xiaomi laut Reuters auf Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT. Die Kooperation war bereits Ende August bekannt geworden und wurde nun mit dem tatsächlichen Marktstart bestätigt.
Die Entscheidung für einen heimischen Chiplieferanten fügt sich in den Trend chinesischer Technologiekonzerne, ihre Lieferketten zunehmend von westlichen Halbleiterherstellern unabhängig zu machen – ein strategisches Signal, das über das einzelne Produkt hinausweist.
Kurs bleibt unter Druck
An der Börse hat die Nachrichtenlage der vergangenen Tage den Kurs bislang nicht stabilisieren können. Am Montag schloss die Aktie bei 3,04 Euro, ein Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vortag.
Seit Jahresbeginn steht damit ein Rückgang von 30 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar von 49 Prozent. Der Titel notiert damit weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,52 Euro, was auf einen fortgesetzten mittelfristigen Abwärtstrend hindeutet.
Die Diskrepanz zwischen operativen Fortschritten – neuem Flaggschiff-Produkt, stabilen Auslieferungszahlen bei den Elektroautos und einer gesicherten Chip-Versorgung – und der schwachen Kursentwicklung fällt auf.
Offenbar preist der Markt weiterhin Risiken ein, die über die aktuellen Produktankündigungen hinausgehen, etwa mit Blick auf Margen im Automobilgeschäft oder die Wettbewerbsintensität im Smartphone-Segment. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob sich die operative Dynamik der vergangenen Wochen in den kommenden Quartalszahlen niederschlägt.
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