Xiaomi kündigt für morgen, den 18. August, die Veröffentlichung der Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2026 an. Der Konzern will die Zahlen im Rahmen eines Investor-Calls samt Webcast-Präsentation vorstellen und dabei auch einen Ausblick geben. Für Anleger ist der Termin von besonderem Interesse, weil sich daran entscheidet, wie belastbar die zuletzt schwächelnden Wachstumszahlen im Elektroauto-Geschäft tatsächlich sind.
Parallel zur bevorstehenden Bilanz setzt Xiaomi seine Rückkaufserie fort. Am 14. August erwarb der Konzern laut einer Einreichung an der Hongkonger Börse 1,9 Millionen Type-B-Aktien für 49,8 Millionen Hongkong-Dollar, einen Tag zuvor waren es ebenfalls 1,9 Millionen Aktien für 49,9 Millionen Hongkong-Dollar.
Bereits am 11. August hatte Xiaomi eine weitere Tranche von 1,9 Millionen Type-B-Aktien im Volumen von 50 Millionen Hongkong-Dollar zurückgekauft. Die regelmäßigen Käufe zeigen, dass das Management den aktuellen Kursbereich als attraktiv einstuft, auch wenn sie den übergeordneten Abwärtstrend bislang nicht umkehren konnten.
Kursbild bleibt angeschlagen
An der Börse hat sich die Aktie zuletzt kaum bewegt: Am Freitag schloss das Papier bei 2,87 Euro, ein Plus von 0,8 Prozent auf Tagessicht. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat die Aktie 34 Prozent verloren.
Der Kurs notiert damit nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,89 Euro, während der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 3,64 Euro rund 21 Prozent beträgt – ein Zeichen dafür, dass der mittelfristige Abwärtstrend intakt bleibt.
Elektroauto-Geschäft bleibt Belastungsfaktor
Die Wachstumsschwäche im EV-Geschäft dürfte im Zentrum der morgigen Präsentation stehen. Nach Daten der China Passenger Car Association lieferte Xiaomi EV im Juli 31.267 Fahrzeuge aus, ein Plus von 2,68 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber ein Rückgang von 9,99 Prozent gegenüber Juni.
Reuters berichtete bereits Anfang August, dass Xiaomi im laufenden Jahr hinter den eigenen Zielen zurückliegt und deshalb neue große SUV-Modelle eingeführt hat, um das Wachstum zu stützen. Die Nachrichtenagentur verwies zudem auf eine allgemeine Nachfrageabkühlung im chinesischen Automarkt, die auch andere Hersteller trifft.
Smartphone-Sparte liefert neue Modelle
Im Kerngeschäft hat Xiaomi in China die Modelle Redmi K100 Pro und Redmi K100 Pro Max vorgestellt, die Preise beginnen bei 3.699 Yuan für das Pro-Modell beziehungsweise 4.199 Yuan für die Pro-Max-Variante. Das größere Modell verfügt über einen 200-Megapixel-Sensor und von Bose abgestimmte Lautsprecher und ist bereits seit dem 11. August in China erhältlich.
Zusätzlich rollte Xiaomi Anfang August einen Sicherheitspatch für ausgewählte Geräte aus, darunter das Xiaomi 15S Pro sowie zwei Tablet-Modelle der Pad-7-Serie.
Für Anleger bleibt die Gemengelage gespalten: Während die laufenden Aktienrückkäufe ein Vertrauenssignal des Managements senden, bleibt die Kursentwicklung durch das schwächelnde EV-Geschäft belastet. Die Zwischenbilanz am morgigen Dienstag dürfte zeigen, ob die neuen SUV-Modelle bereits eine Trendwende einleiten oder ob der Rückstand auf die Jahresziele weiter wächst.
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