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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Unklarheiten dominieren!

Xiaomi feiert starken Start für sein Elektroauto SU7 und investiert massiv in KI, kämpft jedoch mit massiver Chip-Verteuerung, die die Smartphone-Margen bedroht und den Aktienkurs belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Verkaufsstart für Elektroauto SU7
  • Massive Investitionen in KI-Entwicklung
  • Speicherchip-Knappheit belastet Smartphone-Geschäft
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief

Der chinesische Technologiekonzern drückt bei der Elektromobilität und Künstlicher Intelligenz kräftig aufs Gaspedal. Während die neue Generation des Elektroautos SU7 einen fulminanten Verkaufsstart feiert, braut sich im Kerngeschäft mit Smartphones ein gewaltiges Problem zusammen. Eine massive Verknappung von Speicherchips zwingt das Management zu strategischen Gegenmaßnahmen.

Milliarden-Investitionen treffen auf Verkaufserfolge

Wie CEO Lei Jun am heutigen Sonntag bestätigte, wurden vom neuen SU7-Modelljahrgang allein in der ersten Woche bis zu 5.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Mit über 30.000 verbindlichen Bestellungen im Rücken untermauert das Unternehmen seine Ambitionen im Automobilsektor. Die Limousine punktet technisch mit Reichweiten von bis zu 902 Kilometern und einer serienmäßigen LiDAR-Ausstattung für automatisiertes Fahren.

Parallel dazu fließt massiv Kapital in die technologische Infrastruktur. In den kommenden drei Jahren sollen 60 Milliarden Yuan (rund 8,7 Milliarden US-Dollar) in den KI-Bereich investiert werden. Ein Großteil dieser Mittel fließt in die Entwicklung eigener Sprachmodelle wie das MiMo-V2-Pro, welches mit einer Billion Parameter bereits internationale Spitzenplätze belegt.

Speichermangel belastet das Kerngeschäft

Diese aggressive Expansion trifft auf ein zunehmend raues Marktumfeld im Unterhaltungselektronik-Sektor. Weil große Zulieferer wie Samsung und SK Hynix ihre Kapazitäten auf lukrative KI-Rechenzentren verlagern, haben sich die Preise für Smartphone-Speichermodule innerhalb weniger Wochen verdoppelt bis verdreifacht. Experten rechnen damit, dass chinesische Endgeräte in diesem Jahr um durchschnittlich 1.000 bis 2.000 RMB teurer werden.

An der Börse spiegelt sich diese Bedrohung für die Margen in einer anhaltenden Schwäche wider. Mit einem Freitagsschlusskurs von 3,59 Euro notiert das Papier in unmittelbarer Schlagdistanz zu seinem erst Anfang März markierten 52-Wochen-Tief von 3,44 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits über 20 Prozent an Wert verloren.

Um die Profitabilität im Kerngeschäft zu schützen und die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu reduzieren, treibt das Management die vertikale Integration voran. Ein zentraler Baustein ist dabei der Einsatz des hauseigenen 3nm-Prozessors „Xuanjie O1“. Gleichzeitig bereitet der Konzern mit dem Modell „Xiaomi miclaw“, das sich aktuell in der geschlossenen Testphase befindet, den Launch seines ersten vollständig KI-nativen Smartphones vor. Die geplante Integration von KI-Agenten in das gesamte Produktökosystem zielt darauf ab, Marktanteile in Europa und Japan zu gewinnen und die steigenden Hardware-Kosten durch Software-Mehrwerte auszugleichen.

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