Starke technologische Fortschritte, schwache Kurse. Bei Xiaomi klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Der Konzern hat am Mittwoch zwei neue Modelle seiner KI-Reihe veröffentlicht. Damit rückt das Unternehmen dicht an die globale Spitze heran. Die Börse honoriert das bisher nicht. Die Aktie notiert bei 3,44 Euro und klebt nahe am 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 23 Prozent.
Alles in einem System
Unter dem Namen MiMo-V2.5 bringt Xiaomi nun ein Modell, das Text, Bild, Audio und Video verarbeitet. Früher brauchte der Konzern dafür getrennte Systeme. Die Folge: ein einziges, nahtloses System. Im gleichen Schritt startete die leistungsstärkere Pro-Version in die öffentliche Testphase. Sie verarbeitet einen Kontext von bis zu einer Million Tokens.
Die Leistungsdaten lassen aufhorchen. Beim Programmieren löst die Pro-Version über 57 Prozent der Aufgaben. Der Branchenschnitt liegt hier bei rund 25 Prozent. Auch bei der Videoverarbeitung schließt Xiaomi auf. Das Basismodell erreicht Werte, die fast exakt dem Niveau von Googles Gemini 3 Pro entsprechen.
Ein weiterer Hebel ist die Effizienz. Die Pro-Variante benötigt für ähnliche Ergebnisse knapp 40 Prozent weniger Rechenschritte als vergleichbare Konkurrenzmodelle. Das senkt die Kosten für Entwickler massiv.
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Milliarden für das Wachstum
Die Strategie scheint aufzugehen. Xiaomis Modelle verursachten Anfang April rund 21 Prozent des gesamten Traffics auf der Plattform OpenRouter. Innerhalb einer Woche wuchs dieser Anteil um über 40 Prozent.
Um dieses Tempo zu halten, nimmt Konzernchef Lei Jun viel Geld in die Hand. In den kommenden drei Jahren fließen fast neun Milliarden US-Dollar in den KI-Ausbau. Als nächsten Schritt hat das Management angekündigt, die neue Modellfamilie als Open Source bereitzustellen. Ein genaues Datum steht dafür noch aus.
Der technologische Aufholprozess ist messbar. Nun muss das Unternehmen beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen auch finanziell auszahlen. Gelingt es Xiaomi, die hohe Entwickler-Nachfrage in zahlende Kunden umzuwandeln, könnte die Aktie ihren Abwärtstrend verlassen. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 50-Tage-Linie bei 3,67 Euro wäre dafür ein erstes technisches Signal.
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