Ein Rekordjahr — und trotzdem steht die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Xiaomi hat für 2025 historische Höchstwerte beim Umsatz und bereinigten Nettogewinn gemeldet, doch das schwache Schlussquartal überschattet die Bilanz. Gleichzeitig setzt der Konzern auf eine milliardenschwere Wette auf KI und Elektromobilität.
Rekordjahr mit Schwachstelle im Q4
Das Gesamtbild für 2025 ist beeindruckend: Der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 457,3 Milliarden Yuan, der bereinigte Nettogewinn legte um 43,8 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan zu. Beide Werte markieren neue Bestmarken.
Das vierte Quartal trübte jedoch die Stimmung. Der bereinigte Nettogewinn brach um 27 Prozent auf 6,54 Milliarden Yuan ein — verantwortlich waren gestiegene Speicherchip-Kosten und der hohe Investitionsbedarf beim Elektroauto-Anlauf. Hinzu kam ein verfehltes Absatzziel im Kerngeschäft: Statt der angestrebten 180 Millionen Smartphones lieferte Xiaomi lediglich 165,2 Millionen Geräte aus.
Morgan Stanley warnt vor anhaltenden Belastungen durch den Halbleiter-Preisdruck im ersten Halbjahr 2026. J.P. Morgan stufte das Papier zuletzt auf „Hold“ zurück.
KI und Robotik als Wachstumsstütze
Die Antwort des Managements ist eindeutig: mehr Investitionen, schneller. Für 2026 sind R&D-Ausgaben von über 40 Milliarden Yuan geplant, davon 16 Milliarden Yuan allein für KI. Über drei Jahre will Xiaomi rund 60 Milliarden Yuan in künstliche Intelligenz stecken.
Konkret wurde das bereits Mitte März mit der Vorstellung der „MiMo-V2″-Modellfamilie — KI-Modelle für Robotik, Sprachverarbeitung und Agentensysteme. In der konzerneigenen EV-Fabrik absolviert ein humanoider Roboter erste Montageeinsätze mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent.
Rückenwind kommt aus dem Internet-Services-Segment, das 2025 einen Umsatzrekord von 37,4 Milliarden Yuan erzielte und die Transformation zum Plattformanbieter untermauert.
SU7-Nachfolger mit starkem Start
Am 25. März begannen in Shenzhen die Auslieferungen der neuen SU7-Generation — mit verbessertem Fahrwerk und einer Reichweite von bis zu 902 Kilometern. Innerhalb von drei Tagen gingen über 30.000 verbindliche Bestellungen ein. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Auslieferungen an, ein Plus von rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Strukturell bedeutsam: Die EV-Sparte erzielte 2025 erstmals ein positives operatives Ergebnis von 0,9 Milliarden Yuan. Der Bereich ist damit kein reiner Kostentreiber mehr — auch wenn die Margen noch dünn sind.
Mit Aktienrückkäufen und Prämien für knapp 1.000 Kernmitarbeiter versucht das Management, das Vertrauen zu festigen. Ob das ausreicht, um die Aktie aus der Nähe ihres Jahrestiefs zu lösen, wird sich an den Quartalszahlen für Q1 2026 zeigen — und daran, ob der Halbleiterdruck bis dahin nachlässt.
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