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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Rekordjahr mit Schönheitsfehler

Der chinesische Konzern Xiaomi meldet ein Rekordjahr, doch das vierte Quartal zeigt einen Gewinnrückgang. Die Elektroauto-Sparte erreicht erstmals Profitabilität und wird zum neuen Wachstumstreiber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordumsatz und -gewinn im Gesamtjahr 2025
  • Gewinnrückgang im Schlussquartal belastet Bilanz
  • Elektroauto-Sparte erreicht erstmals Profitabilität
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch

Der chinesische Technologiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 neue Höchstwerte bei Umsatz und Gewinn erzielt. Gleichzeitig trübt ein überraschender Gewinnrückgang im Schlussquartal die Feierstimmung. Während das klassische Smartphone-Geschäft spürbar schwächelt, entwickelt sich ausgerechnet die junge Elektroauto-Sparte zum entscheidenden Rettungsanker für die Bilanz.

Teure Speicherchips belasten das Kerngeschäft

Zum ersten Mal seit Ende 2022 musste Xiaomi auf Quartalsebene wieder schrumpfende Erträge ausweisen. Der bereinigte Nettogewinn für das vierte Quartal belief sich auf 6,3 Milliarden Yuan. Obwohl dieser Wert die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 5,7 Milliarden Yuan übertraf, markiert er einen klaren Rücksetzer.

Verantwortlich für diese Bremsspur ist vor allem das Smartphone-Segment. Die explodierende Nachfrage von KI-Rechenzentren hat die Preise für Speicherchips massiv in die Höhe getrieben, was die Margen der Android-Hersteller drückt. Hinzu kommt ein schwieriges Marktumfeld: Der chinesische Heimatmarkt schrumpfte zu Jahresbeginn, und Xiaomi verfehlte mit 165,2 Millionen ausgelieferten Geräten im vergangenen Jahr das eigene Ziel von 180 Millionen Einheiten deutlich. Auf Gesamtjahressicht konnte das Unternehmen dennoch einen Gewinnsprung von knapp 44 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan verbuchen.

E-Autos und KI übernehmen das Steuer

Als strategisches Gegengewicht zur Handy-Flaute fungiert zunehmend die Automobilsparte. Im Schlussquartal stiegen die Auslieferungen um gut ein Drittel auf über 145.000 Fahrzeuge. Besonders bemerkenswert ist das Erreichen der Profitabilität in diesem frühen Stadium: Das Segment für Elektrofahrzeuge und Künstliche Intelligenz erwirtschaftete erstmals einen jährlichen Betriebsgewinn von 900 Millionen Yuan.

Um sich gegen Konkurrenten wie Alibaba und Tencent zu behaupten, kündigte Firmengründer Lei Jun zudem eine massive Investitionsoffensive an. In den kommenden drei Jahren sollen 60 Milliarden Yuan in die KI-Entwicklung fließen.

Anleger bleiben vorsichtig

An der Börse wird dieser fundamentale Umbau vom Smartphone-Produzenten zum Mobilitäts- und KI-Konzern bisher mit Zurückhaltung quittiert. Bei einem aktuellen Kurs von 3,62 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 19,40 Prozent. Der deutliche Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 6,69 Euro spiegelt die anhaltenden Sorgen der Investoren vor steigenden Batteriekosten und dem intensiven Preiskampf auf dem chinesischen Automarkt wider.

Um eine nachhaltige Neubewertung der Aktie zu rechtfertigen, muss das Management nun die ehrgeizigen Wachstumspläne im Mobilitätssektor fehlerfrei umsetzen. Die für 2026 angepeilte Steigerung auf 550.000 Fahrzeugauslieferungen sowie der geplante Verkaufsstart in Europa ab 2027 bilden dafür die konkreten fundamentalen Meilensteine.

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