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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Premium-Wette gegen Verlustzone

Xiaomi setzt auf das Premium-Smartphone Xiaomi 18, um die sinkende Marge zu stützen, während das EV-Geschäft weiter Verluste einfährt. Die Quartalszahlen am 18. August werden richtungsweisend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Smartphone-Marge fällt auf 10,1 Prozent
  • Nettoergebnis bricht um 43 Prozent ein
  • EV-Segment verliert 3,1 Milliarden Yuan
  • Quartalszahlen am 18. August entscheidend

Xiaomi steht vor einer riskanten Wette. Der Konzern will mit dem Xiaomi 18 in die Königsklasse der Smartphones vorstoßen. Gleichzeitig frisst das Automobilgeschäft weiter Kapital. Die Frage, die sich Anleger stellen müssen: Trägt der Hardware-Sprung die Marge, bevor die EV-Verluste das Gesamtbild kippen?

Ausgangslage

Xiaomi plant einen technologischen Sprung nach oben. Laut Berichten soll das kommende Flaggschiff Xiaomi 18 mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 ausgestattet werden. Der Chip wird im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt — deutlich teurer als die aktuelle Generation.

Der Umstieg ins Premium-Segment soll die Marge retten. Doch die Kosten dafür steigen zuerst, bevor sich der Effekt zeigt. Die Aktie sucht derweil nach einem Boden: Nach einem Kursrutsch von knapp 28 Prozent seit Jahresbeginn hat sich der Titel zuletzt bei 3,12 Euro leicht stabilisiert.

Die entscheidende Kennzahl

Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 zeigen, wie eng es wird. Die Bruttomarge im Smartphone-Geschäft sank auf 10,1 Prozent. Das bereinigte Nettoergebnis brach im selben Zeitraum um 43,1 Prozent auf 6,07 Milliarden Yuan ein.

Gleichzeitig steckte Xiaomi allein 9 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung. Der im Leak genannte Startpreis von 5.499 Yuan für das Basismodell wäre eine klare Ansage Richtung Premium. Ob der Markt diesen Preis akzeptiert, entscheidet, ob die höheren Chip-Kosten am Ende die Marge stützen — oder auffressen.

Bullisches Szenario

Für Xiaomi spricht die breite Investitionsoffensive. Der Konzern will 2026 mindestens 16 Milliarden Yuan in Künstliche Intelligenz stecken. Über drei Jahre soll die Summe auf mehr als 60 Milliarden Yuan wachsen.

Erste Erfolge sind sichtbar: Das offene KI-Modell MiMo-V2.5-Pro landete in aktuellen Rankings auf Spitzenplätzen. Xiaomi verfügt zudem über solide Liquiditätsreserven, die den teuren Elektroauto-Start abfedern können. Im ersten Quartal lieferte der Konzern bereits über 80.000 EV-Einheiten aus — ein Signal, dass die Nachfrage da ist.

Charttechnisch gibt es ebenfalls ein positives Zeichen. Der Kurs notiert derzeit rund 7 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,91 Euro. Das deutet auf eine kurzfristige Stabilisierung hin, die starke Produktankündigungen im vierten Quartal verstärken könnten.

Bärisches Szenario

Das größte Risiko liegt im Automobilgeschäft. Das Segment für Autos und KI-Dienste verlor im ersten Quartal 3,1 Milliarden Yuan. Der globale Preiskampf bei Elektroautos verschärft sich zusätzlich.

Xiaomi kämpft darum, die Verkaufspreise stabil zu halten. Zuletzt sanken sie im EV-Bereich leicht auf 235.100 Yuan pro Fahrzeug. Der Markt hat diese Risiken bereits eingepreist: Die Aktie liegt gut 52 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und binnen zwölf Monaten fast 44 Prozent im Minus.

Sollte die Smartphone-Marge trotz der 2-Nanometer-Kosten nicht nachhaltig über die 10-Prozent-Marke steigen, bleibt der Konzern in der Zwickmühle. Hohe Entwicklungskosten auf der einen Seite, anhaltende EV-Verluste auf der anderen — bei einer Marktkapitalisierung von rund 76,6 Milliarden Euro wiegt das schwer.

Ausblick

Der nächste konkrete Termin ist der 18. August 2026. Dann veröffentlicht Xiaomi die Zahlen zum zweiten Quartal. Entscheidend wird, ob der operative Gewinn im Bereich Handy und AIoT weiter steigt und ob die EV-Verluste wie geplant schrumpfen.

Charttechnisch markiert das 52-Wochen-Tief bei 2,34 Euro die kritische Untergrenze. Fällt der Kurs darunter, wäre das ein Signal für eine Fortsetzung des Abwärtstrends. Hält sich die Aktie dagegen über dem 50-Tage-Durchschnitt, könnte sich die Bodenbildung fortsetzen.

Ein weiterer Katalysator dürfte im Herbst folgen: das offizielle Launch-Event zum Xiaomi 18. Details dazu könnten die Erwartungen für das wichtige Weihnachtsgeschäft prägen — und damit zeigen, ob die Premium-Strategie tatsächlich trägt.

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