Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hofiert Xiaomi in Peking. Der Tech-Konzern treibt seine Expansion in Europa massiv voran. An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Diskrepanz zwischen operativen Ambitionen und dem einbrechenden Aktienkurs könnte kaum größer sein.
Roter Teppich für die Expansion
CEO Lei Jun führte den spanischen Regierungschef persönlich durch den Xiaomi Technology Park. Im Mittelpunkt standen neue Elektroautos und Smart-Home-Systeme. Spanien ist bereits der stärkste europäische Smartphone-Markt für die Chinesen. Nun winken neue Kooperationen bei digitalen Infrastrukturen und Rechenzentren. Ein strategisch kluger Zug. Schließlich forderten US-Politiker kürzlich schärfere Sanktionen gegen den Konzern. Europa bietet hier einen lukrativen Ausweichmarkt.
Autos und KI statt Smartphones
Der Konzern wandelt sich radikal. Weg vom reinen Smartphone-Bauer, hin zum Mobilitäts- und KI-Riesen. Die Verkaufszahlen der Auto-Sparte steigen rasant. Seit dem Start lieferte Xiaomi über 500.000 Fahrzeuge aus. Im dritten Quartal 2025 fuhr das Segment erstmals einen operativen Gewinn von 700 Millionen RMB ein. Auf der anstehenden Automesse in Peking präsentiert das Unternehmen nun neue Hybridmodelle. Parallel dazu bringt die Künstliche Intelligenz frisches Geld. Das hauseigene MiMo-Sprachmodell verarbeitet inzwischen über eine Billion API-Token. Seit April verkauft Xiaomi hierfür kostenpflichtige Abonnements an Entwickler.
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Der Preis des Umbaus
An der Börse verpufft diese Zukunftsfantasie völlig. Die Aktie markierte am Mittwoch mit 3,38 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf schmerzhafte 24,78 Prozent. Der Kurs notiert fast 30 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Die Gründe für den Absturz liegen in der Bilanz. Im vierten Quartal brach der bereinigte Gewinn um 24 Prozent ein. Teurere Speicherchips und ein brutaler Preiskampf im Kerngeschäft fressen die Margen auf.
Der tiefgreifende Umbau des Geschäftsmodells belastet die Kassen schwer. Xiaomi opfert kurzfristige Gewinne für Marktanteile in neuen Sektoren. Der nächste große Stresstest steht bereits fest. Im Jahr 2027 startet der offizielle Verkauf der Elektrofahrzeuge in Europa. Dann muss das Management beweisen, dass die teure Expansion auch abseits des chinesischen Heimatmarktes funktioniert.
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