Während der Kurs von Xiaomi weiter unter seinem Hoch aus dem Herbst notiert, treibt der chinesische Elektronikkonzern sein Tablet-Geschäft voran. Zwei neue Modelle haben in China die für den Marktstart nötige 3C-Zertifizierung durchlaufen – ein klares Signal, dass die Geräte in Kürze offiziell vorgestellt werden.
Zwei neue Tablets sollen Apple und Samsung Konkurrenz machen
Das Pad 9 Pro kommt mit 67-Watt-Schnellladung, einem Snapdragon-Prozessor der 8er-Serie und einem großzügig dimensionierten Akku. Deutlich aufwendiger ausgestattet ist das Pad 8s Pro: 120-Watt-Ladeleistung, ein 12,5 Zoll großes 3,2K-Display, ein 12.000-mAh-Akku, eine 50-Megapixel-Kamera sowie 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Angetrieben wird das Gerät vom hauseigenen Xring-O3-Chipsatz und dem neuen Betriebssystem HyperOS 4 auf Basis von Android 17. Vorerst bleibt das Pad 8s Pro allerdings China-exklusiv – ein Hinweis darauf, dass Xiaomi sein Premium-Sortiment zunächst im Heimmarkt testet, bevor eine internationale Ausweitung folgt.
Auch im Smartphone-Bereich bleibt die Marke aktiv: Für morgen ist in China der Start des Redmi K100 Pro Max angesetzt, ausgestattet mit einer 200-Megapixel-Hauptkamera, einem Periskop-Teleobjektiv mit bis zu 100-fachem Zoom und einem 9.070-mAh-Akku. Sein Display soll heller leuchten als das Super-Pixel-Display des Xiaomi 17 Pro Max – nach Europa kommt das Gerät jedoch nicht.
Kurs erholt sich leicht, bleibt aber weit unter altem Niveau
An der Börse zeigte die Aktie zuletzt eine leichte Gegenbewegung: Am Freitag schloss das Papier bei 3,04 Euro und damit 2,13 Prozent höher. Der Blick auf die längere Frist relativiert die Erholung jedoch schnell. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 29,83 Prozent, und zum 52-Wochen-Hoch von 6,54 Euro aus dem vergangenen September fehlen der Aktie derzeit 53,57 Prozent.
Diese Diskrepanz zwischen operativer Produktoffensive und Kursverlauf dürfte Anleger vorerst weiter begleiten. Neue Tablet- und Smartphone-Modelle unterstreichen zwar, dass Xiaomi sein Portfolio kontinuierlich erweitert und Konkurrenten wie Apple und Samsung im Hardware-Wettbewerb angreift. Ob dies jedoch reicht, um das verlorene Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, muss sich erst in den kommenden Quartalen zeigen. Die hohe Schwankungsbreite der Aktie – die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 57 Prozent – signalisiert, dass der Markt die weitere Richtung noch nicht gefunden hat.
Kurzfristig dürfte der Blick der Anleger vor allem auf die China-exklusiven Produktlaunches gerichtet bleiben. Sie zeigen, wie sehr Xiaomi weiterhin auf den Heimatmarkt setzt, während die internationale Expansion bei einigen Premium-Modellen noch auf sich warten lässt.
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