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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Operativer Gewinn bricht um 70 Prozent ein

Xiaomi bringt ein selbstkühlendes Gaming-Handy auf den Markt, während operative Gewinne einbrechen und Leerverkäufer den Druck auf die Aktie erhöhen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Redmi K90 Ultra vorgestellt
  • Operativer Gewinn um 70 Prozent eingebrochen
  • Leerverkäufer halten neun Prozent der Aktien
  • Elektroauto-Verkäufe im Mai gesunken

Xiaomi greift heute mit dem Redmi K90 Ultra den Gaming-Markt an. Das neue Smartphone kühlt sich selbst. Der Aktienkurs hingegen glüht aus. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 45 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert die Aktie bei 2,47 Euro und kämpft nahe ihrem 52-Wochen-Tief.

Speicherpreise fressen Gewinne

Das neue Flaggschiff kostet umgerechnet etwa 440 US-Dollar. Es bietet einen leistungsstarken Snapdragon-Chip und flüssige Bildraten. Das technische Highlight: Ein aktiver Kühler senkt die Temperatur in knapp zwei Minuten um 10 Grad Celsius.

Parallel dazu kämpft Xiaomi mit einer massiven Kostenexplosion. Die Preise für DRAM- und NAND-Speicher haben sich in etwa verdoppelt. KI-Rechenzentren kaufen den Markt leer. Die Folge: tiefe Löcher in der Bilanz.

Im ersten Quartal 2026 brach der operative Gewinn um 70 Prozent ein. Der Umsatz sank um elf Prozent. Das ist der erste Rückgang seit drei Jahren.

Leerverkäufer bauen Druck auf

Das Analysehaus Jefferies warnt vor weiteren Belastungen. Rund 60 Prozent der Xiaomi-Smartphones kosten weniger als 200 US-Dollar. Diese günstigen Geräte leiden besonders unter teuren Speicherchips. Counterpoint Research erwartet hohe Chip-Preise bis Ende 2027.

Die Skepsis am Markt wächst. Leerverkäufer halten mittlerweile neun Prozent des Streubesitzes. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm zeigt kaum Wirkung. Xiaomi kaufte zuletzt Millionen eigene Aktien zurück, der Kursabwärtstrend bleibt jedoch intakt.

Elektroautos bremsen das Wachstum

Auch das Elektroauto-Geschäft liefert keine Entlastung. Xiaomi will dieses Jahr 550.000 Fahrzeuge ausliefern. Von Januar bis Mai schaffte der Konzern jedoch nur rund 150.000 Einheiten. Im Mai sanken die Verkäufe sogar um elf Prozent im Vergleich zum April.

Die Meinungen der Experten gehen weit auseinander. Goldman Sachs rät mit einem Kursziel von 40 Hongkong-Dollar zum Kauf. Jefferies stuft die Aktie auf „Underperform“ ab und sieht den fairen Wert bei rund 25 Hongkong-Dollar.

Das Management reagiert mit massiven Investitionen. Xiaomi erhöht das Forschungsbudget auf 40 Milliarden Renminbi. Das zweite Halbjahr 2026 wird zur Bewährungsprobe. Das Unternehmen muss beweisen, dass die Margen trotz teurer Bauteile stabil bleiben.

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