Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi drückt bei der Expansion massiv aufs Tempo. Obwohl das überarbeitete Elektroauto SU7 aus dem Stand zehntausende verbindliche Bestellungen einsammelt und eine gewaltige Investition in Künstliche Intelligenz angekündigt wurde, reagiert der Markt extrem ablehnend. Die aggressive Preispolitik in Kombination mit hohen Entwicklungskosten weckt bei Investoren akute Sorgen um die zukünftige Profitabilität des Unternehmens.
Hardware-Upgrade zum Kampfpreis
Mit dem neuen „Dragon Chassis“ und der serienmäßigen Integration von LiDAR-Sensoren hebt Xiaomi seine Elektro-Limousine auf ein neues technisches Niveau. Selbst die Standardmodelle verfügen nun über ein 752-Volt-System, während die Max-Variante an der 900-Volt-Marke kratzt. Die starke Nachfrage gibt der Strategie zunächst recht: Innerhalb von nur 34 Minuten nach Verkaufsstart verzeichnete der Konzern 15.000 verbindliche, nicht erstattungsfähige Bestellungen.
Allerdings erkauft sich Xiaomi diese Marktanteile mit einem Startpreis von umgerechnet rund 28.500 Euro, der weiterhin deutlich unter dem Niveau des Tesla Model 3 in China liegt. Um das ehrgeizige Ziel von 550.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2026 zu erreichen, fährt das Unternehmen die Produktion aktuell massiv hoch.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
Transformation mit teuren Folgen
Parallel zur Auto-Offensive treibt das Management den Wandel zum Software-Haus voran. In den kommenden drei Jahren fließen 60 Milliarden Yuan in die Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Diese doppelte finanzielle Belastung aus kapitalintensivem Autobau und KI-Forschung war den Investoren vor dem Wochenende zu viel. Die Aktie rutschte am Freitag um 8,35 Prozent auf 3,61 Euro ab und baute den Kursverlust seit Jahresbeginn damit auf knapp 20 Prozent aus.
Steigende Kosten für Speicherchips und Batterien belasten die Margen zusätzlich. Marktbeobachter werten den nur geringen Preisaufschlag des neuen SU7 gegenüber dem Vorgängermodell daher als Risiko für die operativen Erträge.
Am kommenden Dienstag, den 24. März 2026, muss das Management nun finanzielle Klarheit schaffen. Mit der Vorlage der offiziellen Jahreszahlen für 2025 rücken konkrete Maßnahmen zur Margensicherung in den Fokus. Zudem entscheidet der Vorstand über eine mögliche erste Dividendenzahlung seit dem Börsengang, was für die kurzfristige Stabilisierung des Papiers ein ausschlaggebender Faktor sein wird.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
