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Xiaomi Aktie: Milliarden-Wette läuft!

Xiaomi startet Rekord-Rückkaufprogramm, doch Chipkosten und Leerverkäufer belasten den Kurs weiterhin stark.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Größtes Aktienrückkaufprogramm der Firmengeschichte
  • Kursverlust von 41 Prozent seit Jahresbeginn
  • Hohe Short-Quote von neun Prozent
  • Smartphone-Absatzziele deutlich gesenkt

Xiaomi stemmt sich mit viel Geld gegen den Absturz. Das Unternehmen kauft eigene Aktien im Rekordtempo auf. Auf Wochensicht legte der Kurs um 7,77 Prozent auf 2,65 Euro zu. Dieser Anstieg ändert allerdings wenig am brutalen Jahrestrend. Reicht der milliardenschwere Rückkauf aus, um den operativen Gegenwind bei Speicherchips zu kompensieren?

Ausgangslage: Rückkauf trifft auf Leerverkäufer

Der Konzern hat sein bisher größtes Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das Volumen umfasst bis zu 20 Milliarden Hongkong-Dollar. Das Programm läuft über zwölf Monate. Seit Anfang Juni sammelte Xiaomi bereits 30,1 Millionen eigene Papiere ein.

Dennoch bleibt das Bild düster. Seit Jahresbeginn verlor der Kurs fast 41 Prozent. Erst Ende Juni fiel die Aktie auf das 52-Wochen-Tief von 2,34 Euro. Leerverkäufer wittern ein Geschäft. Sie halten mittlerweile rund neun Prozent des Streubesitzes.

Die Kernfrage: Reicht die Finanzkraft?

Der Chart offenbart die tiefe Kluft zur Normalität. Zum 200-Tage-Durchschnitt bei 3,97 Euro fehlen aktuell rund 33 Prozent. Anleger wägen nun ab. Sie hinterfragen, ob das Kaufprogramm den massiven Verkaufsdruck ausgleicht. Das Management erkauft sich Zeit, bis sich die fundamentale Lage bessert.

Bullisches Szenario: Auto-Geschäft nimmt Fahrt auf

Für Optimisten markiert das jüngste Tief einen Wendepunkt. Das Management beweist mit den Aktienkäufen Vertrauen in die eigene Strategie. Parallel dazu liefert die Elektromobilitätssparte starke Signale.

Im Juni übertraf Xiaomi die Marke von 30.000 Fahrzeugen. Dies gelang den dritten Monat in Folge. Für das erste Halbjahr rechnet der Konzern mit rund 180.000 ausgelieferten Autos.

Die neue Marke Skynomad greift ebenfalls an. Damit reagiert Xiaomi auf den harten Preiskrieg im chinesischen Markt. Die Kernmarke bleibt so aus der Rabattschlacht heraus.

Bärisches Szenario: Margenschock im Kerngeschäft

Demgegenüber steht ein strukturelles Problem im angestammten Geschäft. Die Kosten für Speicherchips explodieren. Das frisst die Gewinnspannen bei den Smartphones direkt auf.

Die Folge: Xiaomi hat seine Jahresziele bereits massiv gekappt. Statt 135 Millionen Smartphones peilt das Management für dieses Jahr nur noch 95 Millionen Geräte an. Das entspricht einem schmerzhaften Rückgang.

Auch die ehrgeizigen Auto-Ziele bergen Risiken. Das Jahresziel von 550.000 Fahrzeugen erfordert ab sofort ein deutlich höheres Bautempo. Die hohen Short-Positionen belegen die Skepsis der Profi-Investoren.

Ausblick: Entscheidung fällt an der Kostenfront

Der Rückkauf allein dürfte keine nachhaltige Trendwende einleiten. Solange die Chipkosten die Erträge belasten, bleibt die Kurs-Erholung anfällig. Das Abwärtsrisiko dominiert weiterhin den Chart.

Sollte die Kostendynamik kippen, könnte die Aktie von ihrem gedrückten Niveau aus deutlich zulegen. Dafür müssen die Speicherpreise sinken. Alternativ muss Xiaomi die höheren Kosten erfolgreich an die Smartphone-Kunden weitergeben.

Der nächste Prüfstein folgt im August. Am 26. August 2026 legt Xiaomi die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Dort entscheidet sich die Richtung. Anleger achten dann besonders auf die Smartphone-Marge und das Bautempo der Elektroautos.

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