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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Margen unter Druck

Xiaomi verzeichnet über 40.000 Bestellungen für sein Elektroauto SU7, doch die Aktie fällt auf Jahrestief. Anleger sorgen sich um die Profitabilität angesichts steigender Kosten und stagnierender Preise.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über 40.000 Bestellungen für Elektroauto SU7
  • Aktienkurs notiert auf 52-Wochen-Tief
  • Gewinnrückgang durch steigende Materialkosten
  • Aggressive Wachstumsziele für 2026 gesetzt

Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Technologiekonzern meldet für den neuen SU7 über 40.000 verbindliche Bestellungen, doch die Aktie notiert auf Jahrestief. Dahinter stecken handfeste Sorgen über die Profitabilität.

SU7-Neuauflage: Technologisch aufgewertet, preislich gedeckelt

Der überarbeitete SU7-Sedan feierte am 19. März seinen offiziellen Launch — und war von Beginn an gefragt. Bereits vier Tage später starteten die Auslieferungen, zu einem Zeitpunkt, als die Vorbestellungen bereits die 30.000er-Marke überschritten hatten. CEO Lei Jun bestätigte Anfang April, dass die Bestellungen inzwischen auf über 40.000 Einheiten gestiegen sind.

Technisch präsentiert sich das Modell deutlich aufgewertet: LiDAR, 4D-Millimeterwellenradar und Nvidias Thor-U-Rechenplattform sind nun serienmäßig an Bord. Die Max-Variante schafft per 5,2C-Schnellladung in rund zwölf Minuten 80 Prozent Ladestand. Lei Jun räumte ein, dass die über hundert Hardware- und Software-Verbesserungen die Materialkosten um rund 20.000 Yuan erhöht haben — der Verkaufspreis stieg jedoch kaum. Das Einstiegsmodell liegt mit 219.900 Yuan weiterhin deutlich unter dem Tesla Model 3.

Genau diese Entscheidung trieb Anleger um. Am Tag nach dem Launch brach die Hongkonger Notierung um 8,59 Prozent ein. Die Botschaft der Märkte: Wer Kosten steigen lässt, aber Preise kaum anhebt, riskiert die Marge.

Gewinnrückgang trifft auf Zollgegenwind

Die Kursschwäche ist kein isoliertes Phänomen. Ende März veröffentlichte Ergebnisse zeigten einen Rückgang des bereinigten Gewinns im vierten Quartal um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr — verursacht durch steigende Speicherkosten und intensiveren Wettbewerb. Zusätzlich belastet der makroökonomische Rahmen: Nachdem die USA im April umfassende Gegenzölle eingeführt haben, steht der gesamte Hongkonger Technologiesektor unter Druck.

Auf Jahressicht hat die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verloren und notiert heute auf dem 52-Wochen-Tief bei 3,39 Euro — knapp 50 Prozent unter dem Hoch vom vergangenen Juni.

Ehrgeizige Ziele, offene Bewertungsfrage

Trotzdem hält Xiaomi an seinen Wachstumsambitionen fest. Für 2026 sind vier bis sechs neue Fahrzeuge geplant, das Auslieferungsziel liegt bei 550.000 Einheiten — ein deutlicher Sprung gegenüber den 411.837 Fahrzeugen aus dem Jahr 2025. Parallel dazu positioniert sich das Unternehmen im KI-Bereich: Das Sprachmodell MiMo-V2-Pro belegt laut Artificial Analysis Intelligence Index weltweit Platz acht und führt die Nutzungsrangliste von OpenRouter an — vor Claude, Gemini und DeepSeek.

Mit einem KGV von rund 17 auf Basis der vergangenen zwölf Monate ist Xiaomi deutlich günstiger bewertet als westliche Elektroauto-Wettbewerber. Ob sich diese Lücke schließt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Margen im EV-Geschäft trotz aggressiver Preispolitik stabil bleiben — und ob das KI-Geschäft schnell genug skaliert, um die Gewinne zu stützen.

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